Bei der Schulsozialarbeit in Sachsen gibt es noch viel Luft nach oben. Das ist ein Fazit aus einer Studie, bei der die Situation in diesem Bereich in allen Bundesländern verglichen wurde. Studienleiter Lars Bieringer von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes sah Sachsen im Mittelfeld. Die Schulsozialarbeit befinde sich im Freistaat auf einem guten Weg, es gebe aber einzelne Stellschrauben zur Verbesserung.
Forderung nach flächendeckendem Ausbau bis 2032
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft forderte genau wie die Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit (LAG) einen stufenweisen Ausbau des Angebotes bis zum Jahr 2032. Dann soll Sozialarbeit an jeder Schule selbstverständlich sein. «Die psychische Belastung bei Schülerinnen und Schülern steigt enorm, besonders bei Familien mit schwacher Einkommenssituation», sagte GEW-Chef Burkhard Naumann. Die Anzahl der Schulabbrecher und der Schulverweigerer befinde sich auf dem Höchststand.