Das Anti-Mobbing-Projekt «Gemeinsam Klasse sein» an sächsischen Schulen zeigt nach Einschätzung der Organisatoren Wirkung. Laut einer Evaluation fühlen sich die beteiligten Kinder nachweislich besser in der Lage, bei Mobbing aktiv einzuschreiten und Unterstützung zu leisten, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) mit. Lehrkräfte und Sozialarbeiter würden der Plattform eine hohe Praxistauglichkeit bescheinigen. Teilnehmende Schulklassen bestätigten ein deutlich verbessertes Klassenklima.
48 Schulen in Sachsen nutzen schon das Präventionsprogramm
Nach Angaben der TK nutzen bereits 48 Schulen im Freistaat das vor zwei Jahren begonnen Präventionsprogramm. Kernelement ist eine Online-Plattform, auf die Lehrerinnen und Lehrer nach Absolvieren einer Fortbildung mit einem Zugangscode jederzeit kostenfrei zugreifen können. Die digitalen Materialien führen mit Leitfäden, Filmen, Tutorials, Arbeitsblättern und Übungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen durch das Thema. Das Programm richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis sieben.
Schüler sollen für das Thema Mobbing sensibilisiert werden
«Beim Thema Mobbing gibt es keine Unbeteiligten. Genau darauf setzt das Programm 'Gemeinsam Klasse sein'. Ziel ist es, alle Schülerinnen und Schüler für das Thema Mobbing zu sensibilisieren und zu einem positiven Klassenklima beizutragen, damit Mobbing gar nicht erst entsteht», beschrieb der sächsische TK-Chef Alexander Krauß das Anliegen. Das Programm setze konsequent auf Prävention von Mobbing und Cybermobbing und befähige Schulen, aktiv gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Übergriffe vorzugehen.
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