Sachsen macht als geeigneter Studienort für sich Werbung. Wenn am Donnerstag landesweit die staatlichen Hochschulen zum Tag der offenen Tür Einlass gewähren, richtet sich das nicht nur an junge Leute aus dem Freistaat: Laut Statistik hat ein beträchtlicher Teil der Studierenden die Berechtigung für ein Hochschulstudium in einem anderen Bundesland erworben - rund 38.000 Frauen und Männer, was einem Anteil von 39 Prozent entspricht. Gut 40.000 stammen aus Sachsen (42 Prozent), 18.000 aus dem Ausland (18 Prozent).
Gut 100.000 Studierende an staatlichen Hochschulen
Die sächsische Hochschullandschaft ist seit vergangenem Jahr noch größer geworden. Denn aus der früheren Berufsakademie ging die Duale Hochschule hervor. Damit erreicht die Zahl der Studierenden an staatlichen Einrichtungen im Freistaat die Marke von 100.000. Außer diesen Hochschulen gibt es noch zehn weitere in kirchlicher und privater Trägerschaft sowie zwei staatliche Verwaltungshochschulen. Die meisten der Studenten aus anderen Bundesländern stammen aus Thüringen (sechs Prozent), Sachsen-Anhalt und Bayern (je fünf Prozent) und Brandenburg (vier Prozent).
165 Studienfächer im Angebot
Aus der amtlichen Hochschulstatistik geht hervor, dass in Sachsen im Wintersemester 2024/2025 insgesamt 165 Studienfächer angeboten wurden. Die Kunsthochschulen haben traditionell den höchsten Anteil an ausländischen Studenten - im Schnitt gut 30 Prozent - gefolgt von den Universitäten (19 Prozent) und den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (16 Prozent). An der Technischen Universität Bergakademie Freiberg liegt der Ausländeranteil sogar jenseits der 50 Prozent. In der Dresdner Musikhochschule sind es 38 Prozent, in der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig ein Drittel.