An sächsischen Schulen hat es 2025 deutlich mehr rechtsextreme Vorfälle gegeben. Das belegen Zahlen des Kultusministeriums, die nach einer Kleinen Anfrage der Abgeordneten Juliane Nagel (Linke) veröffentlicht wurden. Demnach meldeten die Schulen ihren Aufsichtsbehörden 245 entsprechende Vorkommnisse. In den beiden Jahren zuvor waren es etwas mehr beziehungsweise etwas weniger als 150. Die Zahl markiere einen langjährigen Spitzenwert, hieß es.
Nagel sprach von einer alarmierenden Entwicklung. Parallel zu schulinternen Meldungen sei in den vergangenen Jahren auch die Zahl «rechtsmotivierter Straftaten» - so die offizielle Bezeichnung - im Kontext von Schulen gestiegen. 2024 sei hier mit 185 Fällen ein Höchstwert erreicht worden. Die Zahlen für das vergangene Jahr wolle das Landeskriminalamt im März veröffentlichen. «Ein näherer Blick in die Daten des Kultusministeriums zeigt bereits, dass in rund zwei Dritteln aller schulinternen Vorfälle die Grenze zur Strafbarkeit überschritten war und die Polizei eingeschaltet werden musste.»