Sachsens Kultusministerium streicht wie angekündigt die sogenannte Landprämie für fast alle Referendare und löst damit Unmut bei Betroffenen aus. Während die Streichung für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) «an Betrug grenzt», verweist das Kultusministerium auf eine rechtzeitige Bekanntmachung der Entscheidung.
Bisher Prämie für Arbeit in ländlichen Regionen
Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erhalten in Sachsen einen Grundbetrag von 1.795,10 Euro pro Monat (brutto). Wer außerhalb von Dresden und Leipzig ein Referendariat aufnahm, bekam einen Sonderzuschlag von monatlich 1.250 Euro brutto. Die GEW wirft dem Ministerium nun vor, während des laufenden Bewerbungsverfahrens unerwartet mitgeteilt zu haben, dass der Zuschlag für das Grundschullehramt ab sofort wegfalle - nur in der Region Bautzen wird die Landprämie weiter gezahlt.