In Sachsen ist die Zahl der Verfahren gegen Schulverweigerer gestiegen. Im Schuljahr 2024/25 seien 7.924 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, wie das Kultusministerium auf Anfrage mitteilte. 2017 waren es noch 7.113 Verfahren. Ein Verfahren wird immer dann eingeleitet, wenn ein Schüler fünf Tage unentschuldigt gefehlt hat und Gespräche mit ihm und den Erziehungsberechtigten nichts gebracht haben. Zusätzlich kann das Jugendamt einbezogen werden. Nach dem sächsischen Schulgesetz kann die Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 1.250 Euro geahndet werden. Am häufigsten wurden demnach Verfahren in den Ober- sowie Berufsschulen eingeleitet. Am wenigsten Schulschwänzer wurden in den Gymnasien registriert. Die Schulpflicht gelte für alle Schülerinnen und Schüler, sagte Kultusminister Conrad Clemens. «Wer mutwillig der Schule fernbleibt, muss mit konsequenten Verfahren und Bußgeldern rechnen. Entscheidend ist frühzeitiges Handeln», betonte der CDU-Politiker. Derzeit würden die Rahmenbedingungen an den Schulen überarbeitet, um Schulverweigerung konsequent entgegenzuwirken. In den Gesprächen mit dem Schüler und den Eltern wird von Anfang an versucht, Unterstützungsmöglichkeiten einzubinden und aufzuzeigen. Dabei können Beratungslehrer, Schulsozialarbeiter und Schulassistenten und auch Schulpsychologen einbezogen werden. Ein Schüler kann nur in besonderen Ausnahmefällen vom Schulbesuch beurlaubt werden. Die Beurlaubung soll rechtzeitig schriftlich bei der Schule beantragt werden. Zuständig für die Entscheidung über Beurlaubungen von bis zu zwei Tagen ist der Klassenlehrer, im Übrigen der Schulleiter. Eine Beurlaubung aufgrund einer verfrühten oder verlängerten Urlaubsfahrt ist nicht zulässig. Dafür haben die Schüler die Ferienzeit, wie es weiter hieß. Als Beurlaubungsgründe werden anerkannt: Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVerfahren nach fünf Tagen Abwesenheit - Geldbuße bis 1.250 Euro
Es gibt Beurlaubungsgründe - Ferienverlängerung ist nicht gestattet