Heute, Freitag den 24. April, demonstriert Fridays for Future Dresden um 14 Uhr am Schlossplatz – als Teil einer internationalen Aktionswoche gegen den tschechischen Energieriesen EPH und dessen Hauptaktionär Daniel Křetínský. Was steckt hinter dem Konzern, der die ostdeutsche Braunkohle kontrolliert, und warum sind Klimaschützerinnen und -schützer in sechs europäischen Ländern gleichzeitig auf den Straßen?
Ein Konzern im Verborgenen
Wer über die deutsche Energiewirtschaft spricht, nennt RWE, Uniper oder die LEAG – doch den Mutterkonzern hinter LEAG und MIBRAG kennen die wenigsten. Die Energetický a průmyslový holding, kurz EPH, ist ein tschechischer Energie- und Industriekonzern mit Sitz in Prag, der zu den größten Fossilkonzernen Europas gehört. Mit einer installierten Kraftwerkskapazität von rund 11 Gigawatt und Treibhausgasemissionen, die in etwa dem Ausstoß ganz Finnlands entsprechen, ist EPH hinter RWE der zweitgrößte Fossilkonzern in Deutschland – und doch kaum einer kennt den Namen.