Die Folgen des Bergbaus verschlingen in Sachsen weiterhin Millionenbeträge. Vergangenes Jahr habe das Oberbergamt etwa 17,4 Millionen Euro für die Gefahrenabwehr aus dem Altbergbau aufgewendet, informiert Oberberghauptmann Bernhard Cramer auf dpa-Anfrage. Auch dieses Jahr wurden seinen Angaben zufolge bereits mehr als 40 Schäden gemeldet. Das reiche von Riss- und Spaltenbildungen, Senkungen bis zu kraterförmigen Tagesbrüchen und Schachtverbrüchen ebenso wie unkontrollierten Wasseraustritten.
Für größeres Aufsehen hatte jüngst ein Tagesbruch an einer Straße in Annaberg-Buchholz gesorgt. Dort hatte sich im Juni ein größeres Loch aufgetan, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Bärensteiner Straße ist seither voll gesperrt. Derzeit laufe die bergtechnische Erkundung des Tagesbruches, erklärt Cramer. Erst im Ergebnis könnten genauere Aussagen zum Umfang der weiteren Arbeiten, den zeitlichen Ablauf sowie den Kosten getroffen werden. «Anschließend werden die Grubenbaue verwahrt.» Die Stadt sprach zuletzt von einer Baugrube von etwa fünfeinhalb Metern Tiefe.