Die Trockenheit setzt den sächsischen Talsperren zu. Obwohl die Trinkwassertalsperren im Schnitt zu 81,6 Prozent gefüllt sind, gibt es regional starke Unterschiede, teilte die Landestalsperrenverwaltung (LTV) auf Anfrage mit. Im Vogtland und im Westerzgebirge seien die Trinkwassertalsperren ausreichend gefüllt - zwischen 86 und 95 Prozent. Im mittleren Erzgebirge und im Osterzgebirge zeigten sich dagegen die Auswirkungen der aktuellen Trockenperiode.
Einige Talsperren sind verbunden und können Füllstand ausgleichen
Einige Talsperren in Sachsen sind untereinander verbunden. Das Wasser aus gut gefüllten Anlagen kann in «bedürftige» umgeleitet werden. «Talsperren sind dafür gebaut, auch längere Trockenperioden ausgleichen zu können. Ein trockenes Jahr ist in der Regel unproblematisch, über mehrere Jahre andauernde Trockenperioden erfordern angepasste Maßnahmen», sagte LTV-Sprecherin Katrin Schöne der Deutschen Presse-Agentur. Dabei arbeite man eng mit den regionalen Wasserversorgungsunternehmen zusammen.
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen ist für 87 Stauanlagen zuständig - 56 Talsperren, 25 Hochwasserrückhaltebecken und sechs Wasserspeicher. Dazu kommt ein Polder. 25 Talsperren sind dem Trinkwasser vorbehalten. Die Verwaltung hat rund 3.000 Kilometer Fließgewässer 1. Ordnung (größere Ströme) und die Elbe zu betreuen, außerdem etwa 300 Kilometer Grenzgewässer zu Tschechien, rund 750 Kilometer Hochwasserschutzanlagen, Rohwasserüberleitungssysteme für Brauch- und Trinkwasser und mehr als 500 wasserwirtschaftliche Anlagen wie Wehre, Schöpfwerke und Pumpstationen.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten