Zu teuer und zu wenig Nutzen: Das Pumpspeicherwerk Niederwartha bei Dresden bleibt stillgelegt. Eine Expertenanhörung habe ergeben, dass eine Wiederaufnahme des Betriebs als Stromspeicher «wirtschaftlich unverantwortlich und in einem hohen Maß ineffizient» sei, teilte der Kommunalversorger Sachsenenergie mit. In den vergangenen Jahren seien bereits alle Optionen – von Sanierung bis Neubau – geprüft worden, hieß es. Unter Beachtung des Denkmalschutzes müssten mehr als 245 Millionen Euro investiert werden.
Das Pumpspeicherwerk, das 1929 in Betrieb ging, gehört heute dem Energiekonzern Vattenfall, der die Anlage 2024 stilllegte.
Der Wirkungsgrad des Pumpspeicherwerks ist laut Angaben deutlich niedriger als bei modernen Batteriespeichern. Eine Sanierung oder ein Neubau des Pumpspeicherwerks würde doppelt so viel kosten wie der Bau eines neuen Batteriespeichers mit moderner Technologie, so das Unternehmen Sachsenenergie. Außerdem liegt die Anlage in einem Überschwemmungsgebiet – bereits 2002 wurde das Werk beim Elbehochwasser beschädigt.