Die drei sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) kritisieren den Vorstoß der Ost-Ministerpräsidenten, das Zwei-Prozent-Flächenziel beim Windkraft-Ausbau zu kippen. Ständige Änderungen der politischen Rahmenbedingungen verunsicherten Unternehmen, hemmten Investitionen und gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit, teilten die Kammern mit.
Die Ost-Regierungschefs hatten sich vor Kurzem mit dem Anliegen an den Bund gewandt, mit neuen Regelungen die Akzeptanz für den Windkraft-Ausbau zu erhöhen. Statt der fixen Vorgabe, einen bestimmten Anteil der Landesfläche für Windenergie ausweisen zu müssen, sollten Mengenziele für erneuerbare Energien in den Blick genommen werden.
Der sächsische Landtag hatte im September bereits beschlossen, das Flächenziel für Windkraft im Freistaat zu verschieben. Bis 2027 sollen demnach zunächst 1,3 Prozent der Landesfläche für Windenergie ausgewiesen werden, erst bis 2032 zwei Prozent.