Sachsen liegt bei einem Ranking zur Digitalisierung der Krankenhauslandschaft bundesweit vorn. Das geht aus einer Erhebung des Konsortiums «DigitalRadar Krankenhaus» im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hervor, über die die Techniker Krankenkasse (TK) berichtete. Mit einem durchschnittlichen «digitalen Reifegrad» von 60,3 von 100 Punkten belegt Sachsen Platz eins unter den Bundesländern, gefolgt von Berlin mit 59,4 Punkten. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 55 Punkten.
Der digitale Reifegrad wird in sieben Dimensionen gemessen und basiert auf der Selbsteinschätzung der Krankenhäuser. Nach der jüngsten Auswertung gibt es in allen Bereichen Fortschritte. «Die technischen und organisatorischen Strukturen sind digitaler, das Krisen- und Risikomanagement sowie die Leistungsfähigkeit der Systeme haben sich verbessert und klinische Abläufe werden immer häufiger digital unterstützt», betonte die TK.
Zugleich werde klar, dass die Nutzung digitaler Anwendungen im Patientenalltag - etwa über Portale, Telemedizin oder digitale Formulare - weiter gestärkt werden müsse.
212 Millionen Euro für sächsische Kliniken
Bundesweit stehen den Krankenhäusern aus dem Krankenhauszukunftsfonds 4,3 Milliarden Euro für die Digitalisierung zur Verfügung; 1,3 Milliarden Euro werden von den Bundesländern bereitgestellt. In Sachsen fließen 212 Millionen Euro in digitale Projekte der Kliniken.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten