(1353) Am gestrigen Tage kam es am Dienstag im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz zu einer Vielzahl sogenannter Schockanrufe.
Telefonate mit Unterdrückung
In den meisten Fällen wurde mit unterdrückter Telefonnummer angerufen. Bei allen Anrufen wurden die Angerufenen damit konfrontiert, dass ein naher Angehöriger einen Unfall verursacht habe und ein Mensch zu Tode gekommen sei. Der weitere Gesprächsverlauf variierte dann je nach Reaktion der Opfer.
Betrüger verlangen hohe Summen
In einigen Fällen wurde das Telefonat durch einen angeblichen Polizeibeamten fortgeführt, in einem Fall sogar ein persönliches Gespräch mit der Staatsanwaltschaft beziehungsweise dem Haftrichter vereinbart. Wenn die Gesprächsführung es zuließ, forderten die Betrüger Kautionen im hohen fünfstelligen Bereich. Zu einer Geldübergabe kam es nach Polizeiangaben in keinem der Fälle, weil die Angerufenen Rückfragen zu den Angehörigen stellten oder die Betrugsmasche sofort erkannten. In diesen Fällen beendeten die Betrüger die Anrufe relativ schnell.