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Citywache in Dresden zieht nach einem Jahr positive Bilanz

Citywache in Dresden zieht nach einem Jahr positive Bilanz
Symbolbild Polizei-Einsatz bei einem Einbruch mit zersplittertem Glas (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Von: Marek Nowak
Die Landeshauptstadt Dresden und die Polizeidirektion Dresden haben nach einem Jahr Citywache eine positive Bilanz gezogen. Besonders am Wiener Platz und an der Prager Straße habe sich die Lage laut Polizei bei Straßen- und Gewaltkriminalität verbessert.

Am Dienstagmorgen haben die Landeshauptstadt Dresden und die Polizeidirektion Dresden nach einem Jahr »Citywache – Zentrum für Prävention und Sicherheit« eine positive Bilanz gezogen.

Polizeipräsident Lutz Rodig sagte, das vergangene Jahr habe gezeigt, wie wichtig ein Kompetenzzentrum direkt im Brennpunkt sein könne. Kurze Reaktionszeiten, die unmittelbare Erreichbarkeit und ein ganzheitliches Lageverständnis seien die Grundlage für die Erfolge gewesen.

Neue Wege für mehr Sicherheit

Gemeinsam seien Polizei, Verwaltung, Citymanagement und weitere Partner aus der Stadtgesellschaft neue Wege gegangen, um die Dresdner Innenstadt sicherer und lebenswerter zu gestalten.

Bürgermeister Jan Donhauser betonte, im Mittelpunkt stehe ein modernes Sicherheitsverständnis. Öffentliche Räume sollten nicht nur kontrolliert, sondern aktiv zurückgewonnen, gestaltet und belebt werden. Dieser Dreiklang sei das Gerüst des Konzepts: Raum gewinnen, Raum gestalten, Raum beleben.

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Kriminalität an Brennpunkten

Insbesondere an kriminalitätsbelasteten Orten besetzten Straftäter öffentliche Räume gezielt. Dem begegne die Polizeidirektion Dresden mit sichtbarer Präsenz, konsequentem Einschreiten und täterorientierten Maßnahmen. Dazu zählten verstärkte Streifen von Polizei und Ordnungsamt, präventiv-polizeiliche Maßnahmen wie Aufenthaltsverbote und Messertrageverbote sowie eine konsequente Strafverfolgung im engen Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft. Ergänzt werde dies durch das Projekt »Systemischer Videoschutz« und enge Kooperationen mit dem Einzelhandel.

Rodig sagte, Sicherheit beginne dort, wo Bürgerinnen und Bürger den öffentlichen Raum wieder selbstverständlich nutzen könnten. Ziel sei es, problematische Orte konsequent zurückzugewinnen und dauerhaft für die Menschen in Dresden zu sichern.

Seit der Eröffnung der »Citywache-Zentrum für Prävention und Sicherheit« weise die Polizeiliche Kriminalstatistik für den gefährlichen Ort »Wiener Platz/Prager Straße« eine positive Entwicklung aus. Besonders deutliche Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr gebe es bei der Straßenkriminalität mit minus 37,5 Prozent und bei der Gewaltkriminalität mit minus 22,5 Prozent.

Rauschgiftkriminalität bleibt Thema

Rodig bewertete die positive Kriminalitätsentwicklung als erste sichtbare Erfolge der Anstrengungen. Man sei auf einem guten Weg, den Raum zurückzugewinnen. Jetzt gelte es, konsequent dranzubleiben.

Dies gelte insbesondere für die Rauschgiftkriminalität, die um 10,6 Prozent angestiegen sei. Sie gelte als sogenannte Holkriminalität. Der Anstieg liege daher in erster Linie an der gestiegenen Polizeipräsenz und der damit einhergehenden stärkeren Kontrolltätigkeit begründet.

Rodig sagte, die Dealer kalkulierten ihr Entdeckungsrisiko. Wenn die Polizei ihnen auf den Füßen stehe, müssten sie sich örtlich verändern. Das habe die Citywache stets im Blick gehabt, wodurch sich die Präsenzmaßnahmen schnell wieder hätten anpassen lassen.

Umbau und Beleuchtung verbessern Lage

Donhauser sagte, Dealer brauchten bestimmte Strukturen wie Sichtschutz, Dunkelheit und Rückzugsorte. Umbau zerstöre diese Tatgelegenheit, der Ort werde unbrauchbar fürs Dealen.

Um die Tatgelegenheiten am Wiener Platz zu zerstören und zugleich Platz für eine positive Nutzung zu schaffen, werden bis Sommer zwei Pflanzkübel am Wiener Platz zurückgebaut.

Das Team der Citywache habe drei Dunkelortbegehungen durchgeführt - am Wiener Platz, an der Reitbahnstraße und in den Ferdinandhöfen. Dabei seien dunkle Bereiche identifiziert worden, die bei den Menschen für Unsicherheit sorgten.

Donhauser sagte, im Bereich der Reitbahnstraße habe man den festgestellten Mängeln kurzfristig abhelfen können, indem die Leuchtmittel erneuert worden seien.

Gleichzeitig habe das Straßen- und Tiefbauamt der kriminalpräventiven Beleuchtung einen höheren Stellenwert gegeben. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Polizei befasse sich derzeit mit der Verbesserung der Beleuchtung unter Sicherheitsaspekten.

Belebung soll Sicherheit stärken

Dauerhafte Sicherheit brauche Menschen, Begegnung und Nutzung. Nach Raumgewinn und Umgestaltung gelte es daher, Flächen aktiv zu beleben.

Donhauser sagte, nach Zurückgewinnung und Gestaltung entstehe ein Vakuum. Ohne dauerhafte Belebung kehrten Dealer zurück - Lebendigkeit schaffe Sicherheit.

Für den Wiener Platz werden aktuell unterschiedliche Nutzungsbedarfe betrachtet. Eine initiierte Arbeitsgruppe habe bereits erste Optionen für eine dauerhafte Belebung diskutiert.

Donhauser sagte, genau in diesem Prozess befinde man sich derzeit. Klar sei aber: Ohne Beteiligung des Einzelhandels werde es schwer. Jede Idee sei willkommen. Das Citymanagement solle dafür ein wichtiger Motor sein.

Die Polizeidirektion Dresden und die Landeshauptstadt Dresden wollen den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit ihren Partnern fortsetzen. Ziel bleibe eine Innenstadt, die sicher ist, weil sie lebendig ist - und lebendig bleibt, weil sie sicher ist. (tg)

Dieser Text basiert auf einer offiziellen Behörden-Information und wurde mit Hilfe von KI erstellt.