Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will angesichts des Lehrermangels und dem damit verbundenen Ausfall von Unterricht an Sachsens Schulen alle Kapazitäten ausschöpfen. Dass trotz aller Anstrengungen Stellen landesweit und besonders in den ländlichen Regionen unbesetzt blieben, zeige, dass es nicht an Geld oder Stellen fehle, sondern auch an Bewerbern, sagte er am Mittwoch im Landtag. Daher gelte es, die vorhandene Arbeitskraft der Lehrerinnen und Lehrer optimal einzusetzen und auszuschöpfen.
Nach Angaben von Piwarz können etwa wegen der Corona-Regelungen derzeit 500 Schwangere nicht unterrichten. 150 Lehrer fielen aus, weil sie zu einer Risikogruppe gehörten. Das könne nicht kompensiert werden, es müssten flexible Lösungen an den Schulen gefunden werden.
Potenzial sieht der Minister auch bei Seiteneinsteigern und der Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Zudem müsse über den hohen Teilzeitanteil gesprochen werden. Landesweit arbeiteten 10 000 Lehrkräfte, «fast jeder Dritte», nicht mit der vollen Stundenzahl. Das sei ein Potenzial von insgesamt 2500 Vollzeitstellen.