Der Landesschülerrat hat das sächsische Kultusministerium aufgefordert, die Aufgaben des Mathe-Abiturs zu überprüfen. Es müsse zwingend geprüft werden, ob die Zeitaufteilung im Leistungskurs gerecht und ob der B-Teil zu schwierig beziehungsweise zu textlastig war, sagte die Landesschülersprecherin Joanna Kesicka. Viele Schülerinnen und Schüler hätten diese Kritik geäußert.
Zudem hatten mehr als 1300 Menschen eine Schüler-Petitionen im Internet unterzeichnet. Darin wird gefordert, dass der gesamte Bewertungsmaßstab für das Matheabitur den Umständen entsprechend angepasst wird. Wochenlang waren durch die coronabedingten Einschränkungen die Schulen geschlossen, die Prüfungsvorbereitung erfolgte vor allem im Selbststudium, über Video-Konsultationen oder Aufgaben per Internet.
«Dementsprechend wäre es auch eine logische Entscheidung gewesen, die Ansprüche der diesjährigen Aufgaben im Angesicht der besonderen Umstände zu überarbeiten», heißt es in der Petition. Schließlich habe Kultusminister Christian Piwarz (CDU) in einem Brief den Schülerinnen und Schülern zugesagt, dass ihnen keine Nachteile entstehen sollten.