An der TU Dresden ist die zweite Pilotphase des Projekts für die Erprobung einer besseren Theorie-Praxis-Verzahnung im Lehramtsstudium gestartet. Im semesterbegleitenden Praktikum können die teilnehmenden Studierenden einerseits in die Rolle als Lehrkraft und Lernbegleitung hineinwachsen und andererseits durch die praktische Tätigkeit den Stundenausfall in ostsächsischen Schulen abmildern. Dafür fahren etwa 45 Studierende nach den Herbstferien jeden Freitag an eine Schule in Neusalza-Spremberg, Görlitz, Zittau oder Löbau und begleiten im 4er-Team eine Schulklasse einen ganzen Tag beim Lernen.
Professionalisierung für Lehrkräftenachwuchs an der TU Dresden
Unterstützt werden die Studierenden in regelmäßigen Reflexionen mit den Projektleiterinnen, einem Format, in dem die praktischen Erfahrungen mit der an der Hochschule gelehrten Theorie verbunden werden, sowie durch die Kollegiale Fallberatung. In diesem Angebot zur Professionalisierung für Lehramtsstudierende der Erziehungswissenschaftlichen Lehr- und Forschungswerkstatt (ELF) können die angehenden Lehrkräfte in einem Peer-Setting ihre beruflichen Handlungskompetenzen entwickeln, die eigenen pädagogischen Ansätze reflektieren und Lehrmethoden verbessern.
Beim alternativen Lehramtspraktikum an ausgewählten ostsächsischen Oberschulen profitieren die Studierenden von den Erfahrungen mit dem semesterbegleitenden Praktikum an der Universitätsschule Dresden. Dieses Format entwickelt Prof. Anke Langner gemeinsam mit der Schulgemeinschaft und den Studierenden kontinuierlich weiter für eine bessere Theorie-Praxis-Verzahnung bereits früh im Studium.