Die Beschäftigten von Volkswagen in Sachsen wappnen sich für den anstehenden Arbeitskampf. Mehrere Hundert von ihnen versammelten sich bereits in der Nacht zu Sonntag bei frostigen Temperaturen vor dem Werkstor in Zwickau bei Punsch und Bratwurst, um ihre Streikbereitschaft zu demonstrieren. Dabei läuteten sie das Ende der Friedenspflicht ein. «Der Worte sind genug gewechselt», mahnte Betriebsratschef Uwe Kunstmann, «ab nächster Woche werden Taten folgen». Der Vorstand müsse endlich zur Vernunft kommen.
«Ich gehe davon aus, dass die IG Metall nächste Woche an allen VW-Standorten zu Warnstreiks aufrufen wird», sagte Kunstmann zu den Versammelten. Er hoffe, dass es vor Weihnachten eine Lösung geben werde. «Aber uns ist eine gute Lösung wichtiger als eine schnelle Lösung.» Es brauche für alle deutschen Werke einen Zukunftspakt samt Beschäftigungs- und Standortsicherung bis mindestens 2035.