Am 4. Juni um 19 Uhr lädt die Gedenkstätte Bautzen zu einem besonderen Kammerkonzert mit Lesung ein. Unter dem Titel „Ich hatte einst ein schönes Vaterland…“ nähert sich Roman Knižka gemeinsam mit dem Ensemble OPUS 45 der deutsch-jüdischen Geschichte auf eindringliche Weise. Der Abend verbindet Literatur und Musik zu einem Programm, das historische Entwicklungen sichtbar macht und zugleich aktuelle Fragen nach Erinnerung, Identität und Zusammenleben aufwirft. Seit dem 18. Jahrhundert haben jüdische Persönlichkeiten das öffentliche Leben in Deutschland maßgeblich mitgeprägt – in Wissenschaft, Kunst, Musik und vielen weiteren Bereichen. Zugleich war diese Geschichte immer wieder von Ausgrenzung, Antisemitismus und Gewalt geprägt. Das Programm zeichnet diese Spannungen nach und führt durch unterschiedliche Epochen: von der kulturellen Blüte des 19. Jahrhunderts über die Verfolgung im Nationalsozialismus bis hin zu Spuren jüdischen Lebens in der Gegenwart. Texte von Heinrich Heine und Victor Klemperer treffen auf Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und Pavel Haas.