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Stimmen jüdischen Lebens: Kammerkonzert und Lesung in Bautzen

Stimmen jüdischen Lebens: Kammerkonzert und Lesung in Bautzen
Roman Knižka in der Gedenkstätte Bautzen, 2021 © Daniel Haeker Photography
Von: Uwe Tschirner
Am Donnerstag, 4. Juni, kehrt Roman Knižka mit einem literarisch-musikalischen Programm in seine Heimatstadt Bautzen zurück. In der Gedenkstätte Bautzen verbindet er Geschichte, Musik und Gegenwart zu einem eindrucksvollen Abend über deutsch-jüdisches Leben.

Am 4. Juni  um 19 Uhr lädt die Gedenkstätte Bautzen zu einem besonderen Kammerkonzert mit Lesung ein. Unter dem Titel „Ich hatte einst ein schönes Vaterland…“ nähert sich Roman Knižka gemeinsam mit dem Ensemble OPUS 45 der deutsch-jüdischen Geschichte auf eindringliche Weise. Der Abend verbindet Literatur und Musik zu einem Programm, das historische Entwicklungen sichtbar macht und zugleich aktuelle Fragen nach Erinnerung, Identität und Zusammenleben aufwirft. Seit dem 18. Jahrhundert haben jüdische Persönlichkeiten das öffentliche Leben in Deutschland maßgeblich mitgeprägt – in Wissenschaft, Kunst, Musik und vielen weiteren Bereichen. Zugleich war diese Geschichte immer wieder von Ausgrenzung, Antisemitismus und Gewalt geprägt. Das Programm zeichnet diese Spannungen nach und führt durch unterschiedliche Epochen: von der kulturellen Blüte des 19. Jahrhunderts über die Verfolgung im Nationalsozialismus bis hin zu Spuren jüdischen Lebens in der Gegenwart. Texte von Heinrich Heine und Victor Klemperer treffen auf Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und Pavel Haas.

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Ergänzt werden sie durch Beiträge der Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann, die den Bogen in die Gegenwart schlägt und den Abend um eine zeitgenössische Perspektive erweitert. So entsteht ein facettenreiches Panorama, das historische Brüche nicht ausspart, aber auch die Vielfalt und Lebendigkeit jüdischer Kultur in Deutschland sichtbar macht. Roman Knižka kehrt mit diesem Programm in seine Heimatstadt zurück und verbindet persönliche Nähe mit künstlerischer Präzision. Das Publikum erwartet ein stiller, konzentrierter und zugleich bewegender Abend, der Geschichte nicht abstrakt behandelt, sondern über Sprache und Klang erfahrbar macht. Der Eintritt ist frei. 

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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