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„Sorbisch? Na klar!“ – Podcast startet mit dem Chor Lipa

„Sorbisch? Na klar!“ – Podcast startet mit dem Chor Lipa
Symolbild pixabay Joe007
Von: Uwe Tschirner
Der Podcast „Sorbisch – Sound der Lausitz“ geht in eine neue Staffel und rückt die musikalische Vielfalt der Sorben in den Mittelpunkt. Zum Auftakt ist der traditionsreiche Chor Lipa aus Panschwitz-Kuckau zu hören.

Neue Podcast-Folgen zeigen sorbische Musik in ihrer ganzen Vielfalt

Mit einer neuen Staffel des Podcasts „Sorbisch – Sound der Lausitz. Wie Musik Sorbisch neu belebt.“ setzt das Sächsische Kultur- und Tourismusministerium im Rahmen der Kampagne „Sorbisch? Na klar!“ ein Zeichen für die lebendige sorbische Kultur in der Lausitz. In vier Doppelfolgen stellen sich sorbische Musikerinnen, Musiker und Ensembles vor und geben Einblicke in ihre Arbeit, ihre Sprache und ihre kulturelle Identität.

Der Podcast macht hörbar, wie eng Musik, Alltag und Gemeinschaft in der Lausitz miteinander verbunden sind. Dabei geht es nicht nur um traditionelle Formen, sondern auch um moderne Klänge und neue Ausdrucksweisen. Hörproben, Liedausschnitte und Live-Musik ergänzen die Gespräche und schaffen einen direkten Zugang zu den Gästen.

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Der Chor Lipa eröffnet die neue Staffel

Den Auftakt bildet der Chor Lipa aus Panschwitz-Kuckau/Pančicy-Kukow. Zu Gast sind Katharina Baier/Katka Baierowa und Marko Bulang-Paschke/Marko Bulank-Paška, die über die Geschichte des Chores, die Gemeinschaft und die musikalische Arbeit sprechen. Der traditionsreiche sorbische Laienchor wurde 1907 gegründet und knüpft an den historischen Chor Lipa Serbska an.

Der Chor ist bis heute ein Ort, an dem sorbische Sprache, Musik und kulturelles Miteinander gepflegt werden. Die Folge zeigt, wie sehr musikalisches Engagement dazu beiträgt, Traditionen lebendig zu halten und gleichzeitig in die Gegenwart zu übersetzen. Gerade in der Lausitz wird damit deutlich, dass sorbische Kultur nicht nur bewahrt, sondern aktiv weitergetragen wird.

Zwischen Tradition und Gegenwart

Auch die weiteren Folgen der Staffel widmen sich unterschiedlichen Facetten sorbischer Musik. Unter anderem kommen die Popsorben, das Sorbische Nationalensemble und die Band Skupina Astronawt zu Wort. Sie sprechen darüber, welche Rolle die sorbische Sprache in ihrem Alltag spielt und wie sie ihr künstlerisches Schaffen prägt.

Die Mischung aus persönlichen Geschichten und musikalischen Beispielen macht den Podcast zu einem niedrigschwelligen Zugang für ein breites Publikum. Er richtet sich nicht nur an Menschen, die Sorbisch sprechen oder mit der Kultur vertraut sind, sondern ebenso an alle, die mehr über die Region, ihre Traditionen und ihre Gegenwart erfahren möchten.

Kulturministerin betont die Bedeutung der sorbischen Identität

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch hebt hervor, wie eng Musik mit sprachlicher Identität und kultureller Zugehörigkeit verbunden ist. Die neue Staffel unterstreiche eindrucksvoll, dass sorbische Kultur in der Lausitz nicht nur erhalten werde, sondern sich immer wieder neu entwickle und interpretiert werde.

Damit passt der Podcast gut zur Kampagne „Sorbisch? Na klar!“, die das Bewusstsein für die sprachliche und kulturelle Vielfalt in der Region stärken will. Ziel ist es, die Zweisprachigkeit sichtbarer zu machen und Menschen zu ermutigen, Sorbisch im Alltag selbstverständlich zu nutzen.

Kampagne für mehr Sichtbarkeit im Alltag

Die Kampagne stellt die sorbische Sprache, Menschen aus der Region und ihre alltäglichen Begegnungen in den Mittelpunkt. Sie soll Akzeptanz und Wertschätzung für den Gebrauch des Sorbischen in Familien, Kirchen, Schulen, Unternehmen und Verwaltungen fördern. Zugleich richtet sie sich auch an Menschen, die Sorbisch nicht oder nur wenig sprechen.

Der Podcast ist auf allen gängigen Musik- und Podcastplattformen sowie direkt auf der Website der Kampagne abrufbar. Mit der neuen Staffel wird die musikalische Vielfalt der Lausitz nicht nur dokumentiert, sondern auch für ein breites Publikum erlebbar gemacht.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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