Am frühen Samstagmorgen kam es auf der B 96 bei Luga im Ortsteil Neschwitz zu einem Verkehrsunfall, der zunächst anders dargestellt wurde. Ein 22-jähriger VW-Fahrer hatte über den Notruf gemeldet, er sei von einem anderen Fahrzeug geschnitten worden und daraufhin verunfallt. Die Beamten machten sich daraufhin umgehend auf den Weg zur Unfallstelle. Dort fanden sie den Pkw auf dem Dach liegend vor, der Fahrer war bereits in einem Rettungswagen und wurde medizinisch versorgt. Der junge Mann, ein deutscher Staatsangehöriger, erklärte vor Ort, eine andere Person sei gefahren. Diese Darstellung ließ sich jedoch nach einer Begutachtung des Fahrzeugs nicht bestätigen.
Auch Hinweise auf ein zweites beteiligtes Fahrzeug oder darauf, dass der VW tatsächlich geschnitten worden war, fanden die Einsatzkräfte nicht. Stattdessen stellten die Beamten Alkoholgeruch bei dem 22-Jährigen fest. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, außerdem wurde sein Führerschein sichergestellt. Der Sachschaden am Fahrzeug beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 10.000 Euro. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass sich falsche Angaben bei einem Unfall meist schnell aufklären lassen und die Folgen für die Betroffenen dann umso schwerer wiegen können.