Die im Zusammenhang mit dem vorläufigen Erhalt der Geburtenstation Kamenz angekündigten Einsparungen im Busverkehr des Landkreises Bautzen werden nun umgesetzt. Nach aktuellem Stand sollen die Veränderungen voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August greifen. Betroffen sind rund 40 Linien im gesamten Kreisgebiet.
Fokus auf Ferien- und Wochenendverkehr
Nach dem Beschluss des Sonderkreistages vom 31. Mai 2026 hatten Landkreis und Verkehrsunternehmen, darunter die Regionalbus Oberlausitz GmbH als größter Vertragspartner, kurzfristig nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Geprüft wurden rund 13 Millionen Linienkilometer, vor allem im Ferien- und Wochenendverkehr. Dort sollen bis Jahresende vorübergehend RufBus-Angebote entfallen und es zu Einschränkungen bei Nebennetz- und Stadtbuslinien kommen. PlusBus- und TaktBus-Verbindungen bleiben nach jetzigem Stand bestehen.
Genehmigung durch das Landesamt läuft
Die betroffenen Linienänderungen wurden bereits beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) eingereicht. Dort werden sie im beschleunigten Verfahren geprüft oder angezeigt. Für die Entscheidung sind voraussichtlich drei bis vier Wochen nötig. Eine Umsetzung schon mit Beginn der Sommerferien ist wegen dieser gesetzlichen Schritte nicht möglich.