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Bürgerehrung für mutige Lebensretter am Geierswalder See

Bürgerehrung für mutige Lebensretter am Geierswalder See
(v.l.n.r.): Frau Antje Gasterstädt, Herr Jens Fischer, Herr Frank Demuth, Herr Tobias Hilbert / Foto: Polizeidirektion Görlitz
Von: Uwe Tschirner
In Elsterheide wurden zwei Angler für die Rettung eines 12-jährigen Jungen aus dem Geierswalder See geehrt. Die Gemeinde würdigte ihren schnellen und entschlossenen Einsatz in einer lebensbedrohlichen Lage.

Auszeichnung für beherztes Handeln in letzter Sekunde

In der Gemeindeverwaltung Elsterheide ist am Dienstag eine Bürgerehrung für Jens Fischer und Frank Demuth erfolgt. Die beiden Männer hatten am 19. November 2025 einen 12-jährigen Jungen aus dem Geierswalder See gerettet. Für ihren Einsatz erhielten sie Anerkennung, einen Blumenstrauß, eine Urkunde und einen Gutschein.

Zu der kleinen Feierstunde empfingen Bürgermeisterin Antje Gasterstädt, der Revierleiter des Polizeireviers Hoyerswerda, Tobias Hilbert, sowie Vertreter der örtlichen Feuerwehr die beiden Lebensretter. Die Gemeinde würdigte damit eine Tat, die unter extremem Zeitdruck und in einer gefährlichen Situation stattfand.

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Der Moment am Geierswalder See

Am Mittwochmittag waren Fischer und Demuth als Angler mit ihrem Boot auf dem Geierswalder See unterwegs, als sie einen Jungen bemerkten, der sich an ein gekentertes Boot klammerte. Die beiden befanden sich nach Angaben der Polizei rund 700 Meter entfernt, reagierten jedoch sofort und fuhren zur Unfallstelle.

Gemeinsam gelang es ihnen, den 12-Jährigen an Bord ihres Bootes zu ziehen. Der Junge hatte zuvor mit seinem Opa ebenfalls beim Angeln auf dem See gewesen. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kenterte das Boot. Während sich der Junge an einem aus dem Wasser ragenden Teil des Boots festhalten konnte, ging der 64-jährige Großvater in dem etwa fünf bis sieben Grad kalten Wasser unter.

Die Retter brachten das Kind anschließend zusammen mit der umgehend hinzukommenden Wasserschutzpolizei an Land. Dort warteten bereits Rettungskräfte, die den Jungen übernahmen und versorgten.

Groß angelegte Suche nach dem vermissten Großvater

Nach der Rettung des Kindes begann eine mehrtägige Such- und Rettungsaktion nach dem vermissten Großvater. An den Maßnahmen beteiligten sich Einsatzkräfte aus mehreren Bereichen: Feuerwehren aus der Umgebung, Kräfte der Polizeidirektion Görlitz, die Wasserschutzpolizei der sächsischen Bereitschaftspolizei, Technische Einsatzeinheiten aus Sachsen und Thüringen, die Polizeihubschrauberstaffel sowie die Rettungshundestaffel Sachsen-Ost.

Auch einer der beiden Retter beteiligte sich in den folgenden Tagen an den Suchmaßnahmen. Nach vier Tagen konnte der Vermisste nur noch tot geborgen werden. Die Polizei machte damit zugleich deutlich, wie tragisch der Einsatz trotz der gelungenen Rettung des Jungen endete.

Würdigung für Mut, Umsicht und Solidarität

Bei der Ehrung betonte Bürgermeisterin Antje Gasterstädt den Mut und die Courage der beiden Angler. Es sei vorbildhaft und wichtig für die Gesellschaft, in Not geratenen Menschen zu helfen. Auch Tobias Hilbert hob hervor, unter welchem Druck die beiden Männer gehandelt hätten. Besonders bemerkenswert sei gewesen, dass sie die Lage trotz der Entfernung richtig eingeschätzt und sofort reagiert hätten.

Jens Fischer und Frank Demuth schilderten im Anschluss die dramatischen und emotionalen Ereignisse aus ihrer Sicht noch einmal. Die Bürgerehrung in Elsterheide machte damit nicht nur Dank und Anerkennung sichtbar, sondern erinnerte auch an die Bedeutung von Zivilcourage und schnellem Handeln in lebensbedrohlichen Situationen.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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