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ADFC lobt Bahnhof Bautzen für sichere Fahrradständer

ADFC lobt Bahnhof Bautzen für sichere Fahrradständer
Foto: Uwe Tschirner
Von: Uwe Tschirner
Der ADFC Sachsen hat die Fahrradabstellanlagen an sächsischen Bahnhöfen untersucht. Im Landkreis Bautzen fällt der Bahnhof Bautzen positiv auf, zugleich bleibt vielerorts noch Nachholbedarf.

Bahnhof Bautzen setzt beim Fahrradparken Maßstäbe

Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof fährt, braucht eine sichere Abstellmöglichkeit. Genau hier überzeugt der Bahnhof in Bautzen besonders: Der ADFC Sachsen bewertet die Anlagen als hervorragende, diebstahlsichere Sammelschließanlage. Damit gehört der Bahnhof zu den wenigen Standorten in Sachsen, die in der aktuellen Bike+Ride-Studie die Bestnote erhalten haben.

Auch andere Bahnhöfe im Landkreis schneiden gut ab. In Großröhrsdorf, Hoyerswerda und Radeberg gibt es ebenfalls Fahrradboxen, die Radpendlern mehr Sicherheit bieten. Insgesamt zeigt sich damit im Landkreis Bautzen ein vergleichsweise solides Bild bei den Fahrradständern an Bahnhöfen.

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Ein gespaltenes Ergebnis im Landkreis Bautzen

Trotz der positiven Beispiele bleibt die Lage uneinheitlich. 12 von 37 Bahnhöfen im Landkreis sind laut ADFC durchgefallen, weil sichere Abstellmöglichkeiten fehlen oder nur unzureichend vorhanden sind. Dazu zählt etwa der Bahnhof Bischheim-Gersdorf, wo lediglich einfache Vorderradhalter stehen. Dort lässt sich der Fahrradrahmen nicht diebstahlsicher anschließen.

An den Bahnhöfen in Kleinröhrsdorf und Breitendorf können Pendler ihr Rad sogar gar nicht sicher abstellen. Das bremst aus Sicht des ADFC den Umstieg auf die Kombination aus Fahrrad und Bahn.

Warum sichere Fahrradabstellanlagen wichtig sind

Janek Mücksch, Vorsitzender des ADFC Sachsen, betont, dass gute Abstellanlagen den Einzugsradius von Bahnhöfen deutlich vergrößern. Wer sein Fahrrad sicher parken kann, steigt eher auf die Bahn um. Gleichzeitig verhindern gute Anlagen, dass Räder an Laternen, Geländern oder Bäumen angeschlossen werden.

Der ADFC verweist zudem auf Fördermittel, die bereits bereitstehen. Ein bundesweites Programm von Bundesumweltministerium und Deutscher Bahn wird laut Verein schon von rund 1000 Kommunen genutzt. Für den Landkreis Bautzen sei das eine Chance, die schwächeren Standorte nachzurüsten.

Entwicklung in Sachsen bleibt gemischt

Auch sachsenweit zeigt die Studie ein gemischtes Bild. Zwar stieg die Zahl der diebstahlsicheren Stellplätze seit 2019 von 9.191 auf 11.014, zugleich nahm das Fahrgastaufkommen im Regionalverkehr um 29 Prozent zu. 34 Prozent der sächsischen Haltepunkte haben gar keine Abstellanlagen, weitere 18 Prozent werden als mangelhaft bewertet.

Im Vergleich der Landkreise liegt Bautzen mit einer Durchschnittsnote von 3,4 im besseren Mittelfeld. Dennoch macht die Studie deutlich: Neben dem Leuchtturm Bahnhof Bautzen besteht an vielen weiteren Stationen noch Aufholbedarf.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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