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Grundstein für Erweiterungsbau der Steinmetzschule gelegt

Grundstein für Erweiterungsbau der Steinmetzschule gelegt
(v.l.n.r. Schulleiter Christoph Koban, Landrat Udo Witschas, Thomas Graupner vom Sächsischen Ministerium für Kultus und Alexander Poetschke Bürgermeister von Demitz-Thumitz) / Foto: Landkreis Bautzen
Von: Uwe Tschirner
In Demitz-Thumitz ist der Grundstein für den Erweiterungsbau der Sächsischen Steinmetzschule gelegt worden. Das Projekt stärkt Ausbildung, Handwerk und regionale Identität am traditionsreichen Standort.

Ein Ausbau mit Bezug zum Ort

In Demitz-Thumitz wurde heute der Grundstein für den Erweiterungsbau der Sächsischen Steinmetzschule gelegt. Das Vorhaben passt besonders gut in den Ort, der als Granitdorf bekannt ist und seit langem eng mit Granitabbau und Steinverarbeitung verbunden ist.

Die Schule gehört zum Beruflichen Schulzentrum Kamenz und befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Bautzen. Als eine der wenigen Ausbildungsstätten dieser Art in Deutschland zieht sie viele Auszubildende aus ganz Ostdeutschland an.

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Mehr Raum für Ausbildung und moderne Technik

Mit dem Erweiterungsbau entstehen zwei neue Klassenräume mit Vorbereitungsräumen sowie eine große Aula im Erdgeschoss. Auch der Brennofenraum wird in den Neubau integriert. Ein Aufzug soll künftig die barrierefreie Erschließung der Schule verbessern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das neue CNC-Gebäude mit Kranbahn, CNC-Säge und integriertem Schrägklärer. Damit wird die Ausbildung technisch deutlich erweitert. In Demitz-Thumitz treffen künftig handwerkliche Tradition und moderne Fertigungstechnik noch stärker aufeinander.

Investition in Fachkräfte und Standortentwicklung

Landrat Udo Witschas betonte bei der Grundsteinlegung, dass der Landkreis nicht nur in Gebäude und Technik investiere, sondern vor allem in junge Menschen, Fachkräfte und die Zukunft des Handwerks. Insgesamt sind 27 Gewerke an der Baumaßnahme beteiligt. Zu den weiteren Arbeiten zählen die Neueindeckung des Schauerdachs, eine zentrale Abluftanlage für die Außenarbeitsplätze sowie die Neugestaltung des Geländes.

Nach der Entwurfsplanung liegen die Kosten bei rund 5,45 Millionen Euro. Der Baubeginn war im Mai 2026, die Fertigstellung ist für Dezember 2027 vorgesehen.

Förderung für einen besonderen Ausbildungsort

Für den Landkreis Bautzen ist der Erweiterungsbau das größte Bildungsprojekt im Rahmen des Just Transition Fund. Das europäische Förderprogramm unterstützt den Strukturwandel in den sächsischen Kohleregionen. Das Projekt zeigt, dass Strukturwandel nicht nur durch neue Ansiedlungen entsteht, sondern auch durch die Weiterentwicklung bestehender Stärken.

Landrat Udo Witschas dankte der Schulleitung, dem Kollegium, den Planern, Unternehmen und beteiligten Gewerken. Ein besonderer Dank galt außerdem dem Gemeinnützigen Förderverein des Steinmetz- und Bildhauerhandwerkes e.V. sowie dem Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Sachsen für die fachliche Begleitung.

Mit dem Erweiterungsbau erhält die Sächsische Steinmetzschule moderne Bedingungen für eine Ausbildung, die handwerkliche Tradition und digitale Zukunft miteinander verbindet.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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