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Kammermusikfest Oberlausitz Akademie 2026 startet

Kammermusikfest Oberlausitz Akademie 2026 startet
Foto: Martin Pizga
Von: Uwe Tschirner
Die dritte Kammermusikfest Oberlausitz Akademie bringt vom 13. bis 16. August 14 junge Talente auf Schloss Gröditz zusammen. Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Nils Mönkemeyer erarbeiten sie Kammermusik und präsentieren die Ergebnisse am 16. August in Baruth.

Nachwuchstalente treffen sich auf Schloss Gröditz

Das Kammermusikfest Oberlausitz (KMO) setzt seine Nachwuchsarbeit fort und startet vom 13. bis 16. August 2026 die dritte Kammermusikfest Oberlausitz Akademie. Auf Schloss Gröditz im Landkreis Bautzen kommen dafür 14 besonders begabte junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 10 und 18 Jahren zusammen. Die Akademie richtet sich an Streicher, Holzbläser und Pianisten und bietet ihnen die Möglichkeit, über mehrere Tage intensiv an Kammermusikliteratur zu arbeiten.

Die künstlerische Leitung übernimmt erneut der international bekannte Bratschist Prof. Nils Mönkemeyer. Ihm stehen mit Prof. Uta Schmidt an der Flöte und Prof. William Youn am Klavier zwei weitere renommierte Dozenten zur Seite. Das öffentliche Abschlusskonzert ist für den 16. August 2026 um 11 Uhr in der Ev.-luth. Kirche Baruth geplant.

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Zusammenarbeit der Musikschulen in der Oberlausitz

Tragende Partner der Akademie sind die vier Musikschulen des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien in Bautzen, Hoyerswerda, Görlitz und Dreiländereck. Hinzu kommen die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, der Sächsische Musikrat sowie der Verein „Jugend musiziert“ Sachsen/Lausitz e.V. Damit ist die Akademie eng mit der musikalischen Bildungslandschaft der Region vernetzt.

Festival- und Akademieintendant Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld betont die Qualität der Bewerbungen und die Bedeutung der Arbeit an den Musikschulen. Nach seiner Einschätzung zeigt sich in den Vorspielen und Wettbewerben ein hohes musikalisches Niveau, das durch die Akademie gezielt weiter gefördert werden kann. Für viele Teilnehmende ist das Zusammenspiel in kleinen Ensembles eine neue und wichtige Erfahrung neben Einzelunterricht und Orchesterarbeit.

Ausgewählte Besetzung aus Wettbewerbserfolgen

Zur diesjährigen Akademie gehören junge Musikerinnen und Musiker, die bereits mit Erfolgen bei „Jugend musiziert“ auf sich aufmerksam gemacht haben. Zu den jüngsten Teilnehmenden zählen die 10-jährige Geigerin Marie Krentz aus Görlitz sowie ihre beiden gleichaltrigen Freundinnen Louisa Matthieu und Lea Marie Eichelmann, die auf Landesebene einen zweiten Preis errangen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die 11-jährige Ronja Peuckert aus Bautzen am Klavier.

Weitere Teilnehmende sind unter anderem Hermine Hertwig aus Radeberg, die einen dritten Preis auf Landesebene erhielt, sowie die Blockflötistin Hanna Angermann aus Kamenz, die inzwischen am Sächsischen Landesgymnasium für Musik bei Prof. Uta Schmidt lernt. Auch Anne Beykirch aus Lawalde-Lauba zählt dazu; sie hat bereits mehrfach am Bundeswettbewerb teilgenommen und gewann in diesem Jahr einen zweiten Preis auf Landesebene.

Zum zweiten Mal dabei ist die 16-jährige Ukrainerin Myroslava Khokhych aus Sohland an der Spree, die bereits regelmäßig in der Oberlausitz auftritt. Aus Bautzen kommen außerdem das Saxophon-Duo Pauline Schkade und Kuno Hepper, das sich über einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb freuen konnte.

Musikalische Vielfalt und besondere Begabungen

Die Akademie setzt auch auf ungewöhnliche Kombinationen und besondere Talente. Der 14-jährige Kilian van Dorp aus Räckelwitz bewirbt sich mit der Blockflöte, spielt daneben aber auch Klavier und Orgel und darf im Mai beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ antreten. Seine Duo-Partnerin ist die 15-jährige Gertrud Volkmer aus Panschwitz-Kuckau, die Klavierunterricht an der Kreismusikschule Bautzen erhält.

Erneut mit dabei ist auch der 18-jährige Gustav Noack aus Lohsa, der im Vorjahr mit seinem Fagott einen dritten Preis auf Bundesebene gewann. Er wird von Kai Bretschneider an der Musikschule Hoyerswerda unterrichtet. Die Auswahl der Teilnehmenden zeigt, wie breit die musikalische Ausbildung in der Region aufgestellt ist.

Ein Forum für Kultur im ländlichen Raum

Das Kammermusikfest Oberlausitz wurde 2020 gegründet und ist das jüngste Klassikfestival in Sachsen. Es verbindet Musikförderung mit kulturellem Engagement im ländlichen Raum und findet in Schlössern und Kirchen der Region statt. Auf diese Weise soll nicht nur Musik auf hohem Niveau präsentiert, sondern auch die kulturelle Bedeutung historischer Orte gestärkt werden.

Die KMO-Akademie wechselt sich im Zweijahresrhythmus mit dem Festival ab und richtet sich gezielt an Talente aus den vier Musikschulen des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien. Gefördert wird das Projekt unter anderem vom Freistaat Sachsen, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien sowie den Landkreisen Bautzen und Görlitz.

Mit der Akademie 2026 soll erneut ein Rahmen entstehen, in dem junge Musikerinnen und Musiker konzentriert arbeiten, voneinander lernen und ihre Ergebnisse schließlich vor Publikum präsentieren können. Für die Teilnehmenden ist das Abschlusskonzert in Baruth der sichtbare Höhepunkt intensiver Probentage auf Schloss Gröditz.

Ein ausführliches Interview mit dem Intendanten des Kammermusikfestes Oberlausitz, Dr. Hagen Lippe-Weißenfeld, hören Sie im Podcast "Lausitz heute" auf der Website der Lausitzer WORTmanufaktur

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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