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Ein Stück zwischen Freiheit und Stasi-Haft

Theaterbühne
Foto: Miroslaw Nowotny
Von: Uwe Tschirner
Vier junge Sorben träumen von Freiheit und Rockmusik – doch in der DDR wird ihr Traum zur Zerreißprobe.

Bautzen. Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen gastiert am Donnerstag, 7. Mai,  19.00 Uhr, in der Gedenkstätte Bautzen mit dem Stück „Auf der Rückseite des Mondes“. Das Stück erzählt die wahre Geschichte der Bautzener Beatband HERCY, die Ende der 1960er-Jahre von vier jungen Sorben gegründet wurde. Inspiriert vom Wettlauf ins All und den Erfolgen der Beatles und Rolling Stones, träumten die Musiker von Freiheit und Ruhm. Doch in der DDR stießen ihre Sehnsüchte schnell an enge Grenzen, der Staat überwachte seine Bürger mit ausgeklügelten Methoden. Mit Kreativität, Mut und einer besonderen Verbundenheit zu ihren slawischen Nachbarn gingen die jungen Musiker dennoch ihren Weg – bis jeder an seine persönlichen Grenzen geriet.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Frage: Gehen oder bleiben? Das Stück basiert auf persönlichen Erinnerungen und schildert, wie die Band daran zerbricht, dass eines ihrer Mitglieder die Flucht wagt und in Dresdner Stasi-Haft landet. Begleitet wird die Inszenierung von originaler Musik aus dem Repertoire von HERCY. Gezeigt wird eine gekürzte Fassung des rund dreistündigen Stücks, das im Auftrag der Stiftung für das sorbische Volk im europäischen Projekt „phōnē“ entstanden ist. Der Eintritt zu diesem Gastspiel im Rahmen des Bautzen-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung ist frei.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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