Kubschütz. Bürger hatten am Freitagnachmittag bei Feldarbeiten einen granatenähnlichen Gegenstand bei Soritz gefunden. Die Beamten des Bautzener Reviers nahmen die Fundmunition in Augenschein und forderten umgehend den Kampfmittelbeseitigungsdienst an. Die Spezialisten identifizierten die Gefahr als eine 100 Kilogramm schwere russische Fliegerbombe mit zwei Zündern, die entschärft werden musste.
Daraufhin wurde eine Evakuierung aller Anwohner in einem Umkreis von 600 Metern um den Fundort angeordnet, wovon die Ortsteile Soritz, Blösa und Scheckwitz betroffen waren. Insgesamt 170 Personen mussten ihre Häuser verlassen, 16 von ihnen kamen in einer Notunterkunft unter. Mehrere Polizeistreifen und das Technische Hilfswerk sicherten die Zufahrten ab, sorgten für Licht am Fundort und sperrten zusätzlich den Luftraum. Am Samstag, 00:30 Uhr, gelang schließlich die erfolgreiche Entschärfung der Bombe. Gegen 01:00 Uhr wurde der Einsatz beendet, so dass alle Bewohner in ihre Häuser zurückkehren konnten.