Kamenz. Die Landesdirektion Sachsen hat den Ausbau der Staatsstraße S 95 mitsamt eines Geh- und Radweges zwischen dem Viadukt Gersdorf und dem Ortseingang Kamenz planfestgestellt. Bauherrin des rund viereinhalb Kilometer langen Vorhabens ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Bautzen. Ziel ist ein durchgehender Radweg, der den Radverkehr künftig vom motorisierten Verkehr trennt. Laut LDS-Präsident Béla Bélafi erhöht dies die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Gleichzeitig wird eine weitere Lücke im Sächsischen Radwegenetz geschlossen. Die Strecke ist Teil des Radfernweges „Sächsische Städteroute“.
Fahrbahn, Einmündungen und die Bushaltestelle „Gelenau, Gasthaus“ werden neu geordnet und übersichtlicher gestaltet. Da das Vorhaben vollständig im Landschaftsschutzgebiet liegt, sind Ausgleichsmaßnahmen für Natur und Landschaft vorgesehen. Dazu gehören unter anderem Neupflanzungen von 30 Bäumen sowie Schutzmaßnahmen für Amphibien im Bereich des Bahnübergangs. Der Planfeststellungsbeschluss wird den Einwendern zugestellt, die Unterlagen werden in Kamenz, Haselbachtal und Oßling öffentlich ausgelegt.