Eine Streife des örtlichen Reviers hat am späten Mittwochabend in Hoyerswerda einen 36-jährigen Mann auf der Straße des Friedens kontrolliert, der mit seinem E-Bike offenbar unsicher unterwegs war. Die Beamten wurden auf den Radler aufmerksam und stoppten ihn zur Verkehrskontrolle. Bei der Überprüfung stellte sich schnell heraus, dass der Mann erheblich alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab umgerechnet 2,96 Promille. Nach Angaben der Polizei verdichteten sich zudem Hinweise darauf, dass der deutsche Staatsangehörige auch Cannabis konsumiert hatte. Um den Verdacht zu überprüfen, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Die Ordnungshüter untersagten dem Mann die Weiterfahrt und leiteten ein Verfahren ein. Gegen ihn wurde eine Anzeige gefertigt.
Auch wenn ein E-Bike nicht mit einem Pkw gleichzusetzen ist, gelten im Straßenverkehr klare Regeln. Wer mit deutlicher Alkoholisierung oder unter Drogeneinfluss unterwegs ist, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Gerade bei Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung können hohe Geschwindigkeiten erreicht werden, was das Risiko bei einem Kontrollverlust zusätzlich erhöht. Der 36-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr verantworten. Welche rechtlichen Folgen der Vorfall im Einzelnen haben wird, hängt unter anderem von den Ergebnissen der Blutuntersuchung ab.