In Königsbrück ist es in der vergangenen Woche zu einem außergewöhnlich großen Kabeldiebstahl gekommen. Unbekannte Täter stahlen aus einem Solarfeld an der Hoyerswerdaer Straße rund 42 Kilometer Kupferkabel. Nach bisherigen Erkenntnissen öffneten sie die Umzäunung des Bereichs, ohne dabei Schäden zu verursachen, und verschafften sich so Zugang zu den Kabeltrassen. Der Wert der entwendeten Leitungen wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Für die Betreiber der Solaranlage bedeutet der Diebstahl jedoch nicht nur den Verlust des Materials. Da die Kabel für den Betrieb der betroffenen Solarfelder notwendig sind, können diese derzeit nicht genutzt werden. Dadurch dürfte weiterer wirtschaftlicher Schaden entstehen, der über den reinen Diebstahlwert hinausgeht.
Wie die Täter die große Menge an Kupferkabeln über mehrere Tage abtransportierten, ist bislang unklar. Die Tat wurde offenbar im Laufe der Woche begangen und fiel erst später auf. Gerade bei großflächigen Energieanlagen stellt die Sicherung der technischen Infrastruktur eine besondere Herausforderung dar. Die weiteren Ermittlungen führt das Polizeirevier Kamenz. Die Beamten prüfen nun, wie die Täter vorgegangen sind und ob es Hinweise auf ein gezieltes und möglicherweise arbeitsteilig organisiertes Vorgehen gibt. Auch mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Diebstählen in der Region dürften im Fokus der Ermittlungen stehen.