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Arbeitslosigkeit in der Oberlausitz gestiegen

Arbeitslosigkeit in der Oberlausitz gestiegen
Foto: Uwe Tschirner
Von: Uwe Tschirner
Im Juli 2026 ist die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Bautzen und Görlitz saisonbedingt gestiegen. Trotz des Anstiegs liegt die Quote weiterhin auf Vorjahresniveau.

Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt an

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bautzen waren im Juli 2026 insgesamt 19.987 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Plus von 361 Personen oder 1,8 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2025 waren 325 Menschen weniger ohne Arbeit gemeldet. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Monatsvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent und lag damit wie im Vorjahr auf demselben Niveau.

Anna Metz, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Bautzen, ordnet die Entwicklung als üblichen Sommer-Effekt ein: Das Ende von Schule und Ausbildung sowie der klassische Kündigungstermin zum 30.06. führten regelmäßig zu mehr Arbeitslosmeldungen in der Oberlausitz. In den kommenden Wochen will die Agentur deshalb vor allem Jugendliche stärker in den Blick nehmen.

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Unterschiede zwischen Arbeitsagentur und Jobcentern

Von den arbeitslos gemeldeten Personen entfielen 7.405 auf die Agentur für Arbeit Bautzen. Das sind 272 mehr als im Juni und 436 mehr als vor einem Jahr. In den beiden Jobcentern der Landkreise Bautzen und Görlitz wurden 12.582 Menschen gezählt, die Bürgergeld erhielten. Hier stieg die Zahl im Monatsvergleich um 89 Personen, lag aber 761 unter dem Vorjahreswert.

Unterbeschäftigung zeigt das breitere Bild

Die Unterbeschäftigung, die neben Arbeitslosigkeit auch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im Juli 2026 bei 22.971 Personen. Damit gab es 112 Betroffene mehr als im Vormonat und 86 mehr als im Juli 2025. Die Unterbeschäftigungsquote blieb mit 8,4 Prozent unverändert; vor einem Jahr hatte sie bei 8,3 Prozent gelegen.

Unternehmen suchen weiterhin Personal

Auch wenn die Zahl der offenen Stellen im Vorjahresvergleich zurückging, bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften spürbar. Im Juli meldeten die Unternehmen 779 neue sozialversicherungspflichtige Stellen, 68 mehr als im Juni, aber 233 weniger als ein Jahr zuvor. Im Bestand führt die Agentur für Arbeit Bautzen aktuell 4.385 Stellen, rund 30,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Besonders viele Angebote gibt es in der Zeitarbeit, im verarbeitenden Gewerbe, im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Von den gemeldeten Stellen richten sich 711 an Hilfskräfte, während 3.674 Positionen für Fachkräfte, Spezialisten und Experten vorgesehen sind.

Kurzarbeit bleibt auf niedrigem Niveau

Beim konjunkturellen Kurzarbeitergeld zeigen die vorläufigen Zahlen für Juli 2026 nur eine geringe Belastung. Sechs Unternehmen meldeten Kurzarbeit für 86 Beschäftigte an. Im März 2026 beantragten bislang 61 Betriebe Kurzarbeitergeld für insgesamt 909 Beschäftigte. Das entspricht rechnerisch 0,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort im Agenturbezirk Bautzen und damit weniger als im März 2025, als der Anteil bei 0,9 Prozent lag.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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