Vom 26. bis 31. Mai geht das NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL in der Dreiländerregion an der Neiße in seine 23. Auflage. Als eines der wenigen trinationalen Filmfestivals Europas schafft das NFF seit Jahren einen Raum für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven. Auch 2026 bietet es wieder einen konzentrierten Blick auf das aktuelle Filmschaffen in Deutschland, Polen und Tschechien und darüber hinaus. In rund 20 Kinos und Spielstätten werden etwa 100 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt, ergänzt durch Wettbewerbe, Filmreihen, DEFA-Trickfilme, Open-Air-Kino und Klassiker im 70mm-Format. Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen runden das Programm ab. Die Fokus-Reihe steht in diesem Jahr unter dem Titel „Transformations“ und beleuchtet die Umbrüche im ehemaligen Ostblock sowie deren Folgen bis in die Gegenwart.
Auch das Bautzener Steinhaus ist 2026 wieder Spielort des Festivals und lädt an zwei Abenden zu Filmen aus dem Programm ein. Am Mittwoch, dem 26. Mai, ist um 20 Uhr der deutsche Spielfilm „Etwas ganz Besonderes“ von Eva Trobisch zu sehen, der zugleich den Eröffnungsfilm des NFF bildet. Das feinfühlige Familiendrama erzählt von Identität, Herkunft und Selbstfindung und stellt die 16-jährige Lea in den Mittelpunkt, die sich bei einer Castingshow beworben hat. Nun soll sie vor der Kamera erklären, was sie besonders macht – doch genau darauf hat sie keine Antwort. Die Suche nach dem eigenen Ich wird für Lea zum Konflikt zwischen familiären Erwartungen und persönlichen Wünschen. Dabei zeigt der Film nicht nur ihre innere Unsicherheit, sondern auch das Umfeld, in dem sich jede Figur mit ihren eigenen Krisen auseinandersetzen muss. Die getrennten Eltern, die schwangere Mutter, die Großeltern mit ihrem Hotel und Tante Kati mit ihren Plänen für ein Museum in der ostdeutschen Provinz formen ein Familienbild, das weit über die private Geschichte hinausweist.