Das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft feiert im Jahr 2026 ein besonderes Jubiläum: Vor 30 Jahren wurde es im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ international anerkannt. Aus diesem Anlass lädt das Staatsbetrieb Sachsenforst gemeinsam mit Partnern zu einem öffentlichen Abendvortrag am Mittwoch, den 20.05., um 19 Uhr in das HAUS DER TAUSEND TEICHE im Malschwitzer Ortsteil Wartha ein. Der Vortrag widmet sich der Geschichte des Naturschutzes in Biosphärenreservaten und beleuchtet die Entwicklung dieses Schutzkonzepts aus historischer Perspektive.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich die Bedeutung von Biosphärenreservaten seit den 1970er Jahren verändert hat und welche politischen Rahmenbedingungen ihre Entwicklung in Deutschland geprägt haben. Referentin des Abends ist Prof. Dr. Astrid M. Eckert, Professorin für Geschichtswissenschaft an der Emory Universität in Atlanta, USA. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Umweltgeschichte sowie in der Geschichte des Naturschutzes und der Ökologie. Der Vortrag gibt Einblicke in den politischen Kontext, in dem Biosphärenreservate an Bedeutung gewannen, und zeigt auf, wie sie sich von reinen Schutzgebieten zu wichtigen Modellen für eine nachhaltige Verbindung von Mensch und Natur entwickelten.