Ob autofreie Sonntage, ein generelles Tempolimit oder staatliche Eingriffe in Märkte – kaum ein Ökonom mischt sich so pointiert und verständlich in aktuelle gesellschaftspolitische Debatten ein wie Marcel Fratzscher. Unter dem Titel „Technologie, Globalisierung und Polarisierung – das Ende der Demokratie?“ widmet er sich einer zentralen Frage unserer Zeit. Als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin prägt er seit Jahren die öffentliche Debatte.
Im Zentrum seines Vortrags steht die Analyse aktueller Transformationsprozesse wie Digitalisierung und Globalisierung. Er beleuchtet deren Auswirkungen auf Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und politische Stabilität. Zudem fragt er, ob wirtschaftliche Ungleichheiten die gesellschaftliche Polarisierung verstärken. Fratzscher verbindet wissenschaftliche Expertise mit klarer Sprache, sein aktuelles Buch „Nach uns die Zukunft“ (2025) ist ein Plädoyer für einen neuen Generationenvertrag.