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6:0! Dynamo Dresden feiert Pokalerfolg gegen Westfalia Rhynern

Dynamo Spieler Niklas Hauptmann zusammen mit Vincent Vermeij am jubeln.
Auch heute konnte Niklas Hauptmann wieder jubeln (Foto: Robert Michael/dpa)
Von: 1953 Update
Dynamo Dresden steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals! Beim Regionalligisten Westfalia Rhynern ließ die SGD von Beginn an nichts anbrennen und setzte sich im Münsteraner Preußenstadion souverän mit 6:0 durch.

Dynamo erwischt einen perfekten Start

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht Westfalia Rhynern im DFB-Pokal. Als Meister der Oberliga Westfalen bekam es der Klub aus Hamm in der ersten Runde mit Dynamo Dresden zu tun. Ausgetragen wurde die Partie im Münsteraner Preußenstadion und die SGD ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, wer als Favorit in dieses Duell gegangen war.

Dynamo erwischte einen perfekten Start. Bereits in der 5. Minute sorgte ein abgefälschter Schuss von Wagner nach Vorlage von Bobzien für die erste Ecke. Nur drei Minuten später zappelte der Ball erstmals im Netz: Rossipal brachte die Ecke von links in den Strafraum, Vermeij verpasste die Flanke zwar, doch Sterner setzte sich am linken Pfosten gegen zwei Gegenspieler durch und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein.

Auch nach der Führung blieb Dresden spielbestimmend. Rhynern versuchte zwar früh zu pressen, konnte die Gäste aber kaum aus dem Rhythmus bringen. In der 16. Minute hatte Dynamo die nächste gute Gelegenheit. Bobzien scheiterte zunächst an Wiese, den Abpraller setzte Inanoglu anschließend volley knapp am Tor vorbei.

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Hauptmann und Vermeij legen nach

Eine Minute später erhöhte die SGD bereits auf 2:0. Nach einem langen Ball aus der Rhynerner Defensive landete das Spielgerät bei Inanoglu, der Hauptmann an der Strafraumkante bediente. Dieser setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch und schob den Ball flach ins rechte Eck.

Dynamo drückte weiter. Bobzien und Inanoglu kamen zu weiteren Abschlüssen, während Rhynern zunehmend tief in die eigene Hälfte gedrängt wurde. In der 29. Minute verhinderte Ratz auf der Linie zunächst noch das dritte Tor, als er einen Kopfball von Vermeij artistisch klärte.

Nur eine Minute später war der Widerstand allerdings gebrochen. Bobzien setzte sich auf der linken Seite durch und schlug eine Flanke an den zweiten Pfosten. Dort hatte sich Vermeij von seinem Gegenspieler gelöst und köpfte souverän zum 3:0 ein.

Dresden macht noch vor der Pause alles klar

Dynamo ließ anschließend nicht nach. In der 34. Minute erhöhte Bobzien nach einem Zuspiel von Hauptmann mit einem technisch starken Abschluss ins rechte untere Eck auf 4:0. Die SGD kombinierte sich weiterhin nahezu nach Belieben durch die Defensive der Westfalia.

Fünf Minuten später fiel schließlich auch noch das 5:0. Inanoglu leitete den Angriff selbst ein, Dynamo verlagerte das Spiel schnell auf die linke Seite. Über Bobzien und Rossipal kam der Ball an den kurzen Pfosten zurück, wo Inanoglu nur noch den Fuß hinhalten musste.

Damit war bereits zur Halbzeit alles entschieden. Dynamo Dresden dominierte die erste Hälfte nach Belieben und ging mit einer komfortablen 5:0-Führung in die Kabine.

Wagner macht das halbe Dutzend voll

Nach der Pause rollte der Ball im Münsteraner Preußenstadion wieder. Rhynern reagierte mit zwei Wechseln, während Dynamo Dresden zunächst unverändert aus der Kabine kam.

Die SGD brauchte nicht lange, um erneut zuzuschlagen. In der 54. Minute durfte Bobzien auf der linken Seite nahezu unbedrängt flanken. Vermeij ließ den Ball im Zentrum clever passieren, sodass Robert Wagner dahinter frei war und das Spielgerät mit dem Knie über die Linie drückte. Balkenhoff war noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte das 0:6 aus Sicht der Westfalia aber nicht mehr verhindern.

Rhynern verteidigte anschließend etwas aktiver und hielt Dynamo weiter vom eigenen Tor fern. Die Dresdner mussten das Tempo nur kurz anziehen, um wieder gefährlich zu werden. Ansonsten ließ die SGD den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen. Mit rund 75 Prozent Ballbesitz blieb Dresden klar tonangebend, auch wenn im letzten Drittel zunehmend die Laufwege fehlten und die Partie etwas statischer wurde.

Dynamo kontrolliert das Geschehen

In der 63. Minute konnte sich Balkenhoff erstmals nach der Pause richtig auszeichnen. Keller trat einen Freistoß über die Mauer in Richtung des rechten Winkels, doch der Rhynerner Schlussmann lenkte den Ball mit einer Hand über die Latte.

Kurz darauf nahm Thomas Stamm die ersten Wechsel vor. Unter anderem feierte Muhamedbegovic sein Pflichtspieldebüt für die SGD.

Dresden blieb trotz des komfortablen Vorsprungs die aktivere Mannschaft. In der 74. Minute sorgte Lemmer mit einem explosiven Antritt für Gefahr und steckte den Ball zu Bobzien durch. Opoku Boadi konnte im letzten Moment mit einer Grätsche klären. Vermeij hielt die Szene anschließend am Leben, doch Diskau ging am Fünfmeterraum dazwischen.

Auch in der Schlussphase blieb Bobzien auf der linken Seite auffällig. In der 81. Minute hatte er erneut viel Platz und suchte Vermeij mit einer Flanke. Schubert war jedoch zur Stelle und schlug den Ball aus der Gefahrenzone.

Rhynern kommt spät noch einmal auf

In den letzten Minuten durfte dann auch die Westfalia etwas offensiver auftreten. In der 85. Minute misslang die Dresdner Abseitsfalle komplett, wodurch Rhynern plötzlich mit mehreren Spielern aufrücken konnte. Kochs Flanke aus dem linken Strafraum wurde jedoch abgefälscht und landete bei Schreiber, obwohl Seber bereits mitgelaufen war.

Kurz vor dem Ende brachte Opoku Boadi noch einmal eine scharfe Hereingabe in den Strafraum. Robert Wagner fing den Ball artistisch ab und verhinderte damit eine mögliche Gelegenheit.

Kurz darauf war Schluss: Der Schiedsrichter pfiff die Partie pünktlich ab. Dynamo Dresden gewinnt souverän mit 6:0, lässt Westfalia Rhynern keine Chance und zieht damit verdient in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

(DS)

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