Sachsens Exporte in die USA sind nach den ersten Zollanhebungen von US-Präsident Donald Trump eingebrochen. Im Mai verzeichnete das Statistische Landesamt einen Rückgang um ein Fünftel im Vergleich zum Vormonat. Es wurden Waren im Wert von rund 366 Millionen Euro exportiert. Im Jahresvergleich zum Mai 2024 betrug der Rückgang 16 Prozent. Betrachtet man die Summe der ersten fünf Monate, lag das Exportvolumen in die USA in diesem Frühjahr allerdings leicht über dem im Jahr 2024.
Andere Märkte stehen im Fokus
Die USA waren im vergangenen Jahr der zweitwichtigste Exportmarkt für sächsische Unternehmen - nach China. Von Oktober 2024 bis Februar 2025 lagen die Vereinigten Staaten sogar über mehrere Monate an der Spitze der sächsischen Ausfuhrstatistik. Die Exporte in die USA zogen den Zahlen des Statistischen Landesamts vor allem zu Jahresbeginn noch einmal stark an. Das China-Geschäft schwächelte hingegen über den Winter. Inzwischen sind die alten Verhältnisse aber wieder hergestellt.
Aber auch andere Märkte stehen laut Wirtschaftsförderung zunehmend im Fokus sächsische Exporteure. So habe der jährliche Außenwirtschaftstag im April in Dresden gezeigt, dass sowohl in Europa, als auch in Wachstumsmärkten wie Indien, Japan oder Mexiko Potenziale liegen. Generell seien die Unternehmen schon seit der Corona-Pandemie zunehmend gezwungen, ihre Absatzmärkte breiter aufzustellen.
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