Sachsens Wirtschaft will angesichts der US-amerikanischen Zollpolitik neue Auslandsmärkte erschließen. «Wir werden auf eigenen Beinen stehen müssen», sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) zum «Außenwirtschaftstag» in Dresden. Es gehe darum, unabhängiger zu werden. «Zölle sind Gift. Zölle schotten Märkte ab, schränken den Handel ein, verbrennen Geld und kosten Arbeitsplätze.» Verlässlichkeit sei in diesen Zeiten ein extrem wichtiges Gut.
Hoffnung auf Einlenken der USA bei Zollpolitik
Was die US-Regierung gerade mache, habe nicht mehr mit rationalem, ökonomischen Handeln zu tun, sagte Panter. «Ich setze darauf, dass die USA die nunmehr angekündigte Zollpause nutzen werden, ihre drastische, nationalistische Marktabgrenzung zu überdenken und zu wirtschaftlicher Vernunft zurückzukehren.» Die weltweite Unsicherheit in den Beziehungen zu den USA zwinge die Unternehmen, ihre Handelsbeziehungen zu diversifizieren. Man dürfe nicht mehr so abhängig sein von Einzelmärkten.