Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vom Bund Verlässlichkeit beim Kohle-Ausstieg angemahnt. Es gelte am ursprünglichen Ausstiegsdatum 2038 festzuhalten, machte er am Freitag bei einem Treffen mit jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Energieunternehmens Leag und mit Gewerkschaftern im Kraftwerk Boxberg klar. Die Beschäftigten hätten das Recht, genau das einzufordern. Er stehe an ihrer Seite.
«Wir haben 2038 gesagt, wir wollen jetzt keine Renaissance der Braunkohle (...). Wir wollen einfach nur das, was gilt und uns jetzt darum kümmern, dass neue Dinge dazukommen», sagte Kretschmer und verwies auf die Erzeugung Erneuerbarer Energie auf den bisherigen Abbauflächen. «Wir brauchen die Erneuerbaren Energien, weil sie ein Standortvorteil für die Industrie sind.» Es gelte aber auch die Option für ein modernes Gaskraftwerk in Boxberg zu behalten.
Ursprünglich war als Datum für den Kohleausstieg das Jahr 2038 festgelegt. In ihrem Koalitionsvertrag hatte die Ampel-Koalition in Berlin formuliert, «idealerweise» bis 2030 auszusteigen.