Galeria Karstadt Kaufhof wird die Filiale in Leipzig doch nicht schließen. Wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mitteilte, bleibt das Warenhaus wegen weiterer Zugeständnisse des Vermieters erhalten. Gleiches gilt demnach für die Filialen in Bayreuth, Erlangen, Oldenburg und Rostock. Die Zahl der geplanten Filialschließungen bei Deutschlands letztem großen Warenhauskonzern verringert sich damit auf 47. Die Zahl der fortgeführten Häuser steigt auf 82.
Galeria hatte am Montag angekündigt, 52 der zuletzt noch 129 Warenhäuser zu schließen. Tausende Arbeitsplätze sollen im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens gestrichen werden. Für die Standorte wie Leipzig bestehe «angesichts der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingen, der lokalen Bedingungen und auch nach intensiven Verhandlungen mit Vermietern und Städten keine positive Fortführungsperspektive», hieß es. Die Warenhäuser in Chemnitz und Dresden sollten dagegen erhalten bleiben.
In Leipzig sollte Ende Juni Schluss sein. Dort war vor einigen Jahren bereits das benachbarte Karstadt-Kaufhaus an der Petersstraße geschlossen worden. Die Stadtspitze reagierte am Montag enttäuscht. Zur neuesten Entwicklung wollte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Nachmittag ein Statement vor dem Rathaus abgeben.