Erntezeit in Sachsens Wäldern: Die Samen sind reif und die Ernte des Saatgutes kann beginnen, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Der Auftakt erfolgte im Forstbezirk Eibenstock bei den Douglasien, deren Zapfen müssen beim Pflücken unbedingt noch grün sein.
Begleitet wird die Arbeit von einer Drohne. Mit ihrer Hilfe kann demnach vorab geprüft werden, welche Bäume sich für die Ernte lohnen. Zudem gebe sie einen Überblick über die Bestände. «Die Drohne hilft uns, die Baumkronen gezielt einzuschätzen und zeigt zugleich eindrucksvoll, wie unsere Zapfenpflücker arbeiten. Jeder Samen zählt, denn er ist ein kleiner Baustein für die Wälder der Zukunft», erklärte Johannes Riedel, Leiter des Forstbezirks Eibenstock.
Die geernteten Zapfen werden anschließend in der Staatsdarre Flöha gereinigt, getrocknet und zu Saatgut verarbeitet. Die Zapfenpflücker haben eine spezielle Ausbildung und sind mit Klettertechnik ausgerüstet. Am Douglasienbestand sollen in drei Tagen etwa 600 bis 700 Kilogramm Zapfen geerntet werden. Sie ergeben dann etwa sechs bis sieben Kilogramm reines Saatgut. Ein Kilogramm reiche dann für etwa 80.000 Pflanzen, hieß es.