Das Epilepsiezentrum Kleinwachau hat ein neues Klinikgebäude eröffnet. Auf rund 2.400 Quadratmetern Nutzfläche bietet das neue „Haus D“ optimale Bedingungen für Diagnostik, Therapie und Pflege von Menschen mit Epilepsie und Anfallserkrankungen. In dem Gebäude sind drei Stationen mit insgesamt 36 Betten untergebracht. Die Ausstattung entspricht neuesten medizinischen und technischen Standards. Sämtliche Patientenzimmer sind videoüberwacht, um epileptische Anfälle jederzeit sicher erfassen zu können – ein entscheidender Baustein moderner Epilepsiediagnostik.
„Unser Klinikneubau ersetzt ein Gebäude, das den Anforderungen einer zeitgemäßen Patientenversorgung nicht mehr gewachsen war“, erklärt Geschäftsführerin Sandra Stöhr. „Ohne die Fördermittel des Freistaates Sachsen hätten wir dieses Projekt nicht realisieren können.“ Rund 5,5 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Sächsischen Sozialministeriums, die restlichen Mittel trägt das Epilepsiezentrum selbst.
Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer finanziellen Förderung nicht nur die Schaffung von modernen Behandlungsräumen unterstützen, sondern dass dadurch auch ein Ort der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Hoffnung entstanden ist. Damit werden die Lebensbedingungen von Menschen mit Epilepsie und ähnlichen Anfallserkrankungen deutlich verbessert. Wir haben mitgeholfen, einen wichtigen Meilenstein in der Gesundheitsversorgung in dieser ländlichen Region zu schaffen, der weit über Sachsen hinauswirken wird. Mein großer Dank geht an Alle, die dieses Vorhaben mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement unterstützt haben.“
Seit 1889 engagiert sich das Epilepsiezentrum Kleinwachau für Menschen mit Epilepsie. Heute umfasst das Epilepsiezentrum neben der Fachklinik unter anderem Wohnangebote, Werkstätten, Inklusionsunternehmen, Förderschule sowie Kindertagesstätten in Radeberg und Pulsnitz. Die Fachklinik bildet dabei das medizinische Herzstück der Einrichtung. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Thomas Mayer werden auf fünf Stationen rund 1.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr aus dem gesamten Bundesgebiet auf 53 Betten behandelt.