Schüler klagen über Unwohlsein - Großeinsatz in Dresden
Nach gesundheitlichen Beschwerden vieler Schüler an einer Dresdner Oberschule ist am Montag ein sogenannter MANV-Alarm ausgelöst worden. Das Kürzel steht für einen Massenanfall an Verletzten. Mit diesem Einsatzstichwort werden zusätzliche Kräfte und Rettungsmittel alarmiert. Gleichzeitig werden umliegende Krankenhäuser frühzeitig über das Ereignis informiert, damit sie sich auf die mögliche Aufnahme einer größeren Zahl von Patienten vorbereiten können. Nach Angaben der Feuerwehr klagte eine große Anzahl von Schülerinnen und Schülern über Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizungen der Atemwege. Das Schulgebäude wurde daraufhin vollständig evakuiert. «Rund 440 Personen wurden ins Freie gebracht und durch die Einsatzkräfte gesichtet», teilte Feuerwehrsprecher Michael Klahre mit. 101 Personen hätten entsprechende Symptome geltend gemacht. «79 Patientinnen und Patienten konnten nach Untersuchung und Versorgung vor Ort verbleiben. Weitere 19 Personen mit leichten Beschwerden wurden zur weiterführenden medizinischen Untersuchung in Krankenhäuser transportiert», hieß es. Bei drei Betroffenen habe es ausgeprägtere Symptome gegeben, sie seien gleichfalls zur Behandlung in Krankenhäuser gekommen. Wie es zu den Atemwegsreizungen kam, ist bislang unklar. Die durchgeführten Messungen der Feuerwehr ergaben weder Hinweise auf die Ursache noch auf die Art eines möglicherweise freigesetzten Stoffes, hieß es. Die Feuerwehr hatte Messtrupps in das Gebäude geschickt. «Erfahrungsgemäß ist es immer sehr schwer, dort was zu identifizieren an Stoffen. Das hat selten funktioniert in der Vergangenheit, aber wir versuchen es trotzdem», hatte Klahre zuvor gesagt. Die Feuerwehr Dresden ist mit insgesamt rund 140 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, der Stadtteilfeuerwehren und des Rettungsdienstes vor Ort. Während des Einsatzes kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHusten, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizung der Atemwege
Mehr als 20 Schülerinnen und Schüler kamen ins Krankenhaus
Ursache des Unwohlseins bislang unklar - Messungen ergebnislos