Die auf Wasser spezialisierte Hilfsorganisation Arche Nova aus Dresden befürchtet dramatische Folgen für die vom Erdbeben in Myanmar betroffene Bevölkerung und warnt vor Krankheitsausbrüchen. Millionen Menschen hätten den Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen verloren, teilte die Organisation mit. Die Hygienesituation verschlechtere sich mit jedem Tag, es drohe eine akute Gesundheitskrise. Bei der Katastrophe haben mehrere Tausend Menschen ihr Leben verloren.
Wassermangel wird sich bis zur Regenzeit verschärfen
«Vor Juni wird es in Myanmar keinen Regen geben, was den Wassermangel in den Erdbebengebieten verschärft. Es ist entscheidend, dass wir sofort handeln, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern», erklärte Ralf Symann, Länderreferent Myanmar von Arche Nova. Für Betroffene, die in ländlichen Gebieten lebten, gebe es derzeit kaum Hilfsangebote, hieß es. Deshalb konzentriere man sich auf die Bevölkerung in den entlegenen Regionen von South Shan.
In den nächsten Tagen möchte Arche Nova Wasserfilter in die Region liefern. Doch bis jetzt fehlt es dafür an Mitteln. Deshalb appellierte die Hilfsorganisation an die Bundesregierung, den Einsatz von NGOs finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig wurde um Spenden für die Menschen in Myanmar gebeten.
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