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Welche News die Eislöwen jetzt schon preisgeben - und welche nicht

Welche News die Eislöwen jetzt schon preisgeben - und welche nicht
Sportdirektor Jens Baxmann (l.) und Geschäftsführer Maik Walsdorf antworteten am Mittwoch auf wichtige Fragen - moderiert von Pressesprecherin Denise Krug. Foto: Alexander Hiller
Von: Alexander Hiller
Bleibt der Trainer, bleibt Top-Torjäger Austin Ortega? Nach dem Ende der Hauptrunde in der DEL stellt sich das Führungsduo des Absteigers Dresdner Eislöwen den wichtigsten Fragen - und legt beeindruckende Statistik-Zahlen vor. In einigen Bereichen sind die Sachsen in der DEL ganz vorn mit dabei.

In einer Pressekonferenz nach dem Ende der Hauptrunde in der DEL beantworteten Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf und Sportdirektor Jens Baxmann am Mittwoch viele Fragen zur abgelaufenen Saison, bei den meisten Antworten auf die entscheidenden Personalfragen für die kommenden Saison in der DEL2 hielt sich das Führungsduo jedoch bedeckt. Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick.

Welche Effekte hat die DEL-Saison für die Eislöwen gebracht?

Medial in jedem Fall unglaublich viel. In puncto Hallenauslastung stehen die Eislöwen selbst als Absteiger mit 98,41 Prozent als Dritter nur hinter Bremerhaven (99,92%) und den Eisbären Berlin (99,1%). Die insgesamt 140.930 Heimzuschauer stellen ebenfalls einen neuen Vereinsrekord dar. "Wir hatten 20 ausverkaufte Spiele", erklärt Walsdorf stolz. "Von den Reichweiten her sind wir einer der Top-Sechs-Standorte der DEL", betont der Geschäftsführer. Das betrifft die Zuschauerquote bei den Eislöwen-Spielen beim TV-Partner MagentaSport, aber auch die 56,6 Millionen Aufrufe und Impressionen auf den eigenen Social-Media-Kanälen.

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Mit jeweils 260.000 Zuschauern beim Saisoneröffnungsspiel in Berlin und beim Wintergame am 10. Januar im Rudolf-Harbig-Stadion waren die Eislöwen bei den beiden mit Abstand meistgesehenen Magenta-Spielen involviert - jeweils gemeinsam mit den Eisbären Berlin. "Für uns war das in dieser Hinsicht eine Saison der Superlative", sagt Walsdorf.

Hat der Absteiger einen Gewinn erwirtschaftet?

Ja, in jedem Fall, auch wenn das Geschäftsjahr erst am 30. April beendet ist. "Wir schreiben schwarze Zahlen, die Höhe können wir derzeit noch nicht beziffern", bestätigt der Geschäftsführer.

Klar ist hingegen, dass sich das Saisonbugdet für die auslaufende Serie auf eine Summe zwischen 8,5 und 9 Millionen Euro erhöht haben wird - natürlich Klubrekord. Das Wintergame ist in dieser Rechnung nicht mit inbegriffen. Beim Auftritt vor knapp über 32.000 Zuschauern im Harbig-Stadion hat die Spielbetriebs GmbH der Eislöwen einen sechsstelligen Gewinn erwirtschaftet.

Warum ist der Run auf die Eislöwen ungebrochen?

Stand Mittwochmittag haben die Dresdner Eislöwen für die kommende Saison bereits 1319 Dauerkarten für die kommende Saison im Vorverkauf abgesetzt, trotz fast identischer Preise wie in der höchsten Spielklasse. Das Saisonticket kostet zwischen 284 Euro (Kind, Stehplatz nur für Hauptrunde) und 934 Euro (VIP, Premiumticket - ganze Saison).Im vergangenen Jahr stoppte der Aufsteiger den Vorverkauf bei 2000 abgesetzten Dauertickets - allerdings erst Ende Juli.

"Es war offenbar für jeden - auch für uns - eine Sensation dass wir das so geschafft haben, DEL gespielt haben. Jetzt kommt mehr und mehr die Stimmung auf: Wie kommen wir wieder zurück", erklärt sich Walsdorf den ungebrochenen Ansturm der Anhänger.

Wie groß soll der Kader für die DEL2 sein?

Deutlich kleiner als in der Vorsaison, als zeitweise 31 Profis unter Vertrag standen. Im neuen Team wird in jedem Fall Verteidiger Emil Johansson fehlen. Der Schwede wird mit DEL-Klub Iserlohn in Verbindung gebracht. Das bestätigte Sportdirektor Jens Baxmann nur indirekt: "Es ist kein Geheimnis, dass uns auch Spieler verlassen werden. Auch welche, denen wir ein neues Vertragsangebot unterbreitet haben."

"Für die DEL2 müssen sechs U24-Spieler auf dem Spielberichtsbogen stehen, davon müssen zwei U21 sein. Da müssen wir auch Ausfälle einplanen, da ist das Ziel, auf dem Sektor, ein, zwei Spieler mehr zu haben", sagt der Ex-Profi. Vier Importspieler können die Dresdner pro Spiel aufstellen, in der DEL waren neun Import-Profis möglich. "Wir wollen uns nicht so aufblähen, dass vom Saisonstart an fünf, sechs Leute auf der Tribüne sitzen", verdeutlicht der Berliner. Allerdings gibt es in der DEL2 keine Obergrenze bei der Vergabe von Spielerlizenzen.

Unausgesprochen klar ist, dass Torhüter Juho "Jussi" Olkinuora keinen neuen Vertrag erhält. "Wir streben da eine deutsche Torhüterlösung an", sagte Baxmann. Der Deutsch-Schweizer Jannick Schwendener hatte bereits Ende Januar seinen Kontrakt in Dresden verlängert.

Bleibt Gerry Fleming Chefcoach der Eislöwen?

Eher nicht. Der Kanadier hat als Anfang Dezember verpflichtete Nachfolger des freigestellten Niklas Sundblads einen Vertrag für die DEL unterzeichnet. Mit seiner Punkteausbeute und der sportlich ausbleibenden Entwicklung seines Teams dürfte sich der 58-Jährige nicht für ein weiteres Arbeitspapier in Dresden empfohlen haben.

"Wir haben vereinbart, dass wir nächste Woche Einzelgespräche führen werden - auch mit dem Trainerteam. In dem Sinn ist das offen", sagt Sportdirektor Jens Baxmann. Heißt im Klartext: Bis dahin werden von den Dresdner Eislöwen aktiv keine Personalien kommentiert.

Der Kontrakt mit Flemings freigestelltem Vorgänger Niklas Sundblad läuft indes noch bis 2027. Sollte der Schwede einen neuen Arbeitgeber finden, wird der Kontrakt in Dresden aufgelöst, unter welchen Bedingungen ist verhandelbar.

Bekommt Top-Stürmer Austin Ortega ein neuen Eislöwen-Angebot?

Der Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln avancierte mit 21 Saisontreffern zum siebtbesten Torjäger der Liga. Das dürfte die Begehrlichkeiten anderer DEL-Klubs geweckt haben. "Naja", sagt Jens Baxmann und wird dann deutlicher, "Austins Ziel ist es wahrscheinlich, in der DEL zu spielen. Das kann man ihm auch nicht verübeln. Man muss da auch sehen, was er auf dem Tisch liegen hat. Rein finanziell würde es ein Kraftakt sein, ihn für die DEL2 hier zu halten", sagt der 40-Jährige. Aber auch mit Ortega werde erst in der kommenden Woche gesprochen.

Alexander Hiller
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Alexander Hiller

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