Deutscher Meister im Understatement ist Union Berlin schon lange. Jetzt finden die Eisernen auch Gefallen an einer gewissen Koketterie. «Super League jetzt!», twitterte der Berliner Fußball-Bundesligist nach dem hart erarbeiteten 1:0 beim VfB Stuttgart, mit dem die gar nicht mehr so überraschende Tabellenführung zum dritten Mal verteidigt wurde. Natürlich sind sie in Berlin-Köpenick nicht für die Einführung einer Fußball-Geldmaschine für die Großclubs und zum Establishment des Kontinents zählt man sich natürlich auch nicht.
Aber immerhin und für Union-Verhältnisse fast schon mutig: «Träumen darf erlaubt sein», legte die Social-Media-Abteilung nach, als Untertitel für ein Video der vor dem Fan-Block hüpfenden Spieler, aus der der Schlachtruf erscholl: «Deutscher Meister wird nur der FCU.»
Gemach, gemach, wird Urs Fischer gedacht haben. «Für mich ist die Tabelle vor allem aussagekräftig nach dem 34. Spieltag», sagte der Trainer. Fischer freute sich über die jetzt schon erreichten 20 Punkte. Bei Union reden sie noch von 40 Zählern als Saisonzielmarke, weil die den Klassenerhalt garantieren sollten.