Die Stimmung widerspricht der sportlichen Gemengenlage. Und zwar deutlich. Von Abstiegsschmerz keine Spur. Beinahe ausgelassen fiel der Saisonabschluss bei den Dresdner Eislöwen aus. Der sportlich chancenlose Absteiger aus der DEL generierte auch beim letzten Aufeinandertreffen dieser historischen Spielzeit mit den eigenen Anhängern einen enormen Fanandrang. Knapp 1500 Fans strömten am vergangenen Freitag in die Joynext-Arena.
Der Ansturm kommt nicht von ungefähr, schließlich war es für die leidgeplagten Eislöwen-Anhänger die letzte Möglichkeit, viele Profis in blau-weißen Vereins-Trikots zu sehen, zu fotografieren, Autogramme einzuholen – und ordentlich Geld auszugeben.
Die Trikotversteigerung – jeweils ein Punktspiel-Shirt und ein Warm-up-Trikot jedes Profis – brachte den Eislöwen eine kleine fünfstellige Summe ein. Das Spielerdress von Torhüter und Publikumsliebling Jannick Schwendener wechselte zum Tageshöchstwert von 750 Euro seinen Besitzer.
Der Schweizer mit deutschem Pass bleibt dem Team erhalten, doch der personelle Umbruch um ihn herum wird einschneidend. Am Donnerstag vergangener Woche vermeldete der Klub elf Abgänge auf einen Schlag: Rourke Chartier, Lance Bouma, Trevor Parkes, Alec McCrea, Emil Johansson, Justin Braun, die Torhüter Paul und Clemens Stocker sowie Jussi Olkinuora.
