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Oeser: Zeitweilige Dopingsperren nicht sinnvoll

Oeser: Zeitweilige Dopingsperren nicht sinnvoll
Von: DieSachsen.de

Siebenkämpferin Jennifer Oeser hält zeitweilige Dopingsperren nicht für sinnvoll. Diese seien nicht zielführend, sagte sie in einem Interview der «Leipziger Volkszeitung» (Mittwoch). «Wenn ein Athlet zwei Jahre gesperrt wird, ist das sogar kontraproduktiv», sagte die nachträglich mit Silber von der WM 2011 dekorierte 33-Jährige.

Während der Zeit einer Sperre gelte ein Athlet quasi als nicht existent. «Da finden keine Dopingkontrollen statt, nichts! Er kann während der Sperre munter weiter dopen, sogar nach dem Motto 'jetzt erst recht'», betonte Oeser. Es fehle an abschreckendenden Konsequenzen, meinte die für Bayer Leverkusen startende Athletin. «Dem Täter muss klar werden, dass er viel zu verlieren hat.»

Oeser war erst vor wenigen Wochen von Platz drei auf Rang zwei bei der WM vor über fünf Jahren im südkoreanischen Daegu gerückt, nachdem der Internationale Sportgerichtshof (CAS) Tatjana Tschernowa aus Russland den WM-Titel von 2011 aberkannt hatte. Die Leichtathletin wurde wegen mehrfachen Blutdopings rückwirkend vom 5. Februar 2016 an für drei Jahre und acht Monate gesperrt. Tschernowa wurde zudem nachträglich aus allen Ergebnislisten zwischen dem 15. August 2011 und 22. Juli 2013 gestrichen. «Ich hatte schon eine Vorahnung», meinte Oeser, die von ihrer Silbermedaille während ihrer Geburtstagsfeier erfuhr.

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