Heute Most, morgen Suzuka - auf diesen simplen Nenner lässt sich die verrückte Motorsportwelt für den Dresdner Motorradpiloten Lennox Lehmann dieser Tage bringen. Der 20-jährige Werksfahrer des japanischen Großkonzerns Yamaha zementierte zunächst auf dem traditionellen Kurs im Autodrom Most seinen dritten Gesamtrang in der Klasse Euro Moto, dem legitimen Nachfolger der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM).
In der Supersportwertung wurde Lehmann am Samstag Zweiter für sein Team Apreco Yamaha - bei 40 Grad Lufttemperatur und teilweise bis zu 70 Grad auf dem Asphalt. Das für Sonntag geplante Rennen wurde zwar begonnen, aber nach zwei schweren Stürzen nicht beendet und geht ohne Resultat in die Wertung.
Wer sich danach eine Erholungsphase für die Fahrer vorgestellt hatte, liegt falsch. Denn direkt im Anschluss an die Rennen in Most saß Lennox Lehmann am Flughafen Prag bereits 19 Uhr im Flieger nach Helsinki. Von der finnischen Hauptstadt ging es weiter nach Suzuka. In der japanischen Rennsport-Metropole kam er am Montag, 19 Uhr Ortszeit an.
