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Jede Menge Dresdner DNA - so sieht der Kader der DSC-Volleyballerinnen aus

Jede Menge Dresdner DNA - so sieht der Kader der DSC-Volleyballerinnen aus
Die beiden letzten Neuzugänge im Profiteam des Dresdner SC sind zwei Volleyball-Talente aus dem eigenen Nachwuchs: Lena Olliges (l.) und Emilia Schaarschmidt. Foto: DSCVolley
Von: Alexander Hiller
Mit zwei Neuzugängen aus dem eigenen Nachwuchs beendet der deutsche Vizemeister im Volleyball seine Personalplanungen für die kommende Saison. Fast 50 Prozent der Mannschaft besteht dabei aus Spielerinnen aus der eigenen Talenteschmiede. Ein Novum in der 1. Bundesliga

Der letzte Schritt sollte ein besonderer sein. Am Montag stellte der Dresdner SC die abschließenden Neuzugänge für den Profikader vor, der in der kommenden Saison um alle drei nationalen Titel mitspielen soll und will und in der Champions League antritt. 

Und die beiden Neuen im insgesamt 13-köpfigen Team von Alexander Waibl kommen aus dem eigenen Nachwuchs, deshalb wurde Emilia Schaarschmidt und Lena Olliges die besondere Bühne bereitet. Nur für Rückkehrerin Sarah Straube, die nach ihrem einjährigen Engagement in Italien zumindest für ein Jahr wieder in Dresden anheuerte, wurde in puncto Vorstellung eines Neuzugangs ein solcher Aufwand betrieben.

Das hat freilich auch mit der Verfügbarkeit der anderen Profis zu tun. Fünf der sechs weiteren Neuzugänge kommen aus Nordamerika, eine Kanadierin und vier US-Amerikanerinnen. Einzige Ausnahme: die deutsche Nationalspielerin Lena Kindermann.

Die 17-jährige Lena Olliges ist als zweite Zuspielerin hinter Führungsfigur Sarah Straube eingeplant, die zwei Jahre ältere Emilia Schaarschmidt als zweite Libera hinter Nationalspielerin Patricia Nestler. Mit den beiden blutjungen Mittelblockerinnen Mette Pfeffer (20), Florentine Rosemann (19), Straube, Nestler sowie den beiden Talente-Neuzugängen stehen nunmehr sechs Spielerinnen - also fast 50 Prozent im Team, die ihre mindestens wichtigsten Ausbildungs-Schritte beim VC Olympia Dresden gegangen sind. 

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Beide Talente noch an die Schule gebunden

Olliges stammt aus dem kleinen bayrischen Ort Mühldorf, spielt aber fast drei Jahre in Dresden. Und steht nun für zwei Jahre beim DSC unter Vertrag, wie auch Schaarschmidt. "Das ist einmal mehr ein Beleg für unseren Dresdner Weg", weist Geschäftsführerin Sandra Zimmermann auf das Alleinstellungsmerkmal des DSC hin. Kein anderer Verein in der 1. Bundesliga stellt mehr eigene Klub-DNA im Profiteam auf. Bis auf Ausnahme der beiden Juniorinnen-Nationalspielerinnen könnten vier davon in der Stammformation des sechsfachen deutschen Meisters auftauchen. 

"Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Abschluss unserer Kaderplanung mit beiden Talenten zu wählen", betont Zimmermann. Und Trainer Alexander Waibl unterstreicht: "Wir schauen Jahr für Jahr, welche Sportlerinnen wir beim VCO haben von denen wir glaube, dass sie das Potenzial für die Bundesliga bzw. für den DSC haben." Olliges und die gebürtige Dresdnerin Schaarschmidt sind freilich auch noch an ihre schulisches Ausbildung am Sportgymnasium Dresden gebunden. 

"Ich bin bei beiden überzeugt, dass sie das Potenzial haben, uns helfen zu können, sehr, sehr gute Erstligaspielerinnen zu werden - was für uns der Maßstab ist", sagt Waibl. Der Maßstab beim erfolgsverwöhnten Verein sind natürlich auch Titel. "Titel zu gewinnen stehen natürlich ganz oben", sagt Emilia Schaarschmidt, Tochter des Ex-Handballers Erik Schaarschmidt, der beim HSV Dresden und den Anfängen beim HC Elbflorenz sportliche Spuren hinterließ. "Und wir wollen uns weiterentwickeln. Als junge Spielerinnen wollen wir erstmal ankommen in der 1. Liga", sagt sie. 

"Wir werden um Titel spielen können"

"Besonders wichtig für uns ist, dass die beiden so gut sind, dass sie in der nächsten Saison auch Spiele spielen können - und zwar durchspielen von Anfang an", sagt der 58-jährige Waibl. Denn der DSC tanzt nach dem Saisonauftakt, dem Supercup gegen Meister Suhl, auf drei Hochzeiten. In der Meisterschaft, im Pokal und in der Champions League. "Dass Sarah Straube und Patricia Nestler da entlastet werden, ist für uns schon existenziell", sagt Waibl. 

Schaarschmidt und Olliges sind jedoch nicht die Spielerinnen, die im Rampenlicht stehen sollen. Da liegt die Verantwortung vor allem auf den Neuzugang Mackenzie Foley vom deutschen Meister VfB Suhl. Die US-Amerikanerin war die viertbeste Punktesammlerin der Liga. Diagonalangreiferin Lena Kindermann soll die Lücke füllen, die die Lettin Marta Levinska hinterlassen hat. Königstransfer Sarah Straube, Libera Nestler und Mette Pfeffer, in der Vorsaison als beste Blockerin der Liga ie Aufsteigerin schlechthin besitzen ebenfalls Führungsqualitäten. 

"Ich glaube, dass wir wieder eine sehr spannende Mannschaft haben, die eine Tiefe in der Besetzung hat", sagt Alexander Waibl. "Was wir erreichen können, hängt auch stark davon ab, was die anderen machen", erklärt der gebürtige Schwabe. Titelverteidiger und Doublegewinner Suhl zählt er natürlich ebenso zu den Mitfavoriten wie Rekordmeister Schwerin und Stuttgart. "Wir werden sicher um Titel spielen können. Das ist klar für mich", deutet Waibl seine Ziele an. Beim Supercup am 3. Oktober in Coburg im Duell Suhl gegen Dresden wird der erste Titel vergeben. 

Alexander Hiller
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Alexander Hiller

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